Vier Jahre Krieg

Die meisten Ukraine-Flüchtlinge wollen bei uns bleiben

88.860 Vertriebene leben in Österreich. Eine neue Studie zeigt: 59 Prozent fühlen sich hier "zugehörig".
Michael Pollak
20.02.2026, 16:56
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Vor vier Jahren begann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine (am 24. Februar) – ein Ende ist nicht in Sicht. Hunderttausende Menschen verloren seit Februar 2022 ihr Leben, Millionen flohen vor den Kriegsgräueln. 88.860 Vertriebene leben aktuell in Österreich.

Eine aktuelle Studie des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), für die 2.608 Ukrainer in Österreich interviewt wurden, zeigt: Ihre Stimmung hat sich deutlich verändert.

Noch vor etwa drei Jahren war es zumindest einem Drittel der Geflüchteten klar, dass sie unbedingt in ihre Heimat zurückwollen. "Konkrete Pläne zu einer Rückkehr in die Ukraine haben im Jänner 2026 lediglich 1,9 % der Befragten", das ist deutlich weniger als 2022 und 2023 (30 % bzw. 13 %).

Mehrheit will in Österreich bleiben

62 Prozent der Befragten möchten "ganz sicher nicht" oder "eher nicht" in die Ukraine zurückkehren. 28 Prozent wissen nicht, ob sie in ihre Heimat zurückkehren wollen oder nicht. Schon im Jahr 2024 fühlten sich 59 Prozent in Österreich bereits "zugehörig".

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Während sich die langfristigen Pläne ändern, läuft die Unterstützung weiter: Noch bis März 2026 können Ukrainer einen Schutzstatus erlangen. Das bedeutet Aufenthaltsrecht, Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildung, Gesundheitswesen und Sozialleistungen. Aktuell kommen wöchentlich weiterhin bis zu 80 Menschen aus der Ukraine in Wien an.

Deutsch als Schlüssel zur Zufriedenheit

Die Studie zeigt auch: Deutschkenntnisse sind für viele Ukrainer entscheidend. Je besser sie die Sprache beherrschen, desto zufriedener sind sie mit ihrem Leben in Österreich.

"Personen, die ihre Deutschkenntnisse als 'hoch' einschätzen, waren mit 66 % sehr oder eher zufrieden mit ihrem Leben in Österreich. Bei Personen, die keine Deutschkenntnisse haben ("gar nicht"), waren es nur 37 %."

Zum Zeitpunkt der Studie waren 47 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen berufstätig.

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