Oberst Reisner schockt:

"Niemand hat sie auf diese Hölle vorbereitet"

Die Opferzahlen von Putins Krieg gegen die Ukraine erschüttern. Oberst Markus Reisner zeichnet ein schreckliches Bild des tödlichen Front-Albtraums.
Newsdesk Heute
19.02.2026, 10:20
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Wladimir Putins Invasion der Ukraine jährt sich bald zum fünften Mal. Die angebliche "Spezialoperation" dauert inzwischen länger als der "Große Vaterländische Krieg". Der Abwehrkampf der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland endete nach 1.418 Tagen (1941–1945) mit der Eroberung Berlins und der vollständigen Kapitulation des Hitler-Regimes.

1.418 Tage – diese erschütternde Marke haben die russischen Angreifer in der Ukraine bereits Mitte Jänner erreicht und überschritten. Ein Ende ist aber nicht in Sicht.

Hunderttausende tot

Hunderttausende sind wegen Putins Eroberungsfantasien schon getötet worden, viele mehr verletzt. Alleine auf russischer Seite sind aktuell 177.433 Gefallene durch unabhängige Zählung von "Mediazona" namentlich bekannt. Die Dunkelziffer dürfte jedoch enorm sein, Schätzungen anhand des Nachlassregisters kamen bereits im Sommer 2025 auf knapp 219.000 Tote.

Drohnen machen die Front gläsern, ihre Spähaugen sind überall. "Die russischen Soldaten, die frisch an die Front kommen, sind oft bereits tot, bevor sie überhaupt verstanden haben, in welchem Albtraum sie sich befinden", beschreibt Oberst Markus Reisner gegenüber "Welt" die Hölle des Kriegs.

Sie würden von den Kreml-Generälen "unbarmherzig nach vorne getrieben", dort von Drohnen, Granaten und Minen zerfetzt. "Die schwer verletzten Überlebenden richten sich in ihrer Verzweiflung oft selbst. Niemand hat sie auf diese Hölle vorbereitet. Der Tod ist die letzte Gnade."

Aktuell stehen nach jüngsten Schätzungen auf russischer Seite der Front etwa 400.000 Soldaten im Einsatz. Zwischen 35.000 und 40.000 Russen sollen monatlich neu an die Front gekarrt werden.

Die ausgegebene Parole des ukrainischen Armee-Chefs Oleksandr Syrskyj ist deshalb so erschaudernd wie simpel: Seine Männer sollen jeden Monat 50.000 russische Soldaten töten.

Aber auch die Ukraine verzeichnet hohe Verluste. Nach Ansicht von Militärexperten muss auch sie jedes Jahr 300.000 Männer und Frauen für den Abwehrkampf rekrutieren.

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