Neue Offensive?

"Wird sich zuspitzen" – Oberst Reisner warnt die Welt

In seiner neuen Analyse zeigt sich Oberst Markus Reisner besorgt über den aktuellen Kriegsverlauf. Doch es gibt auch positive Neuigkeiten.
Newsdesk Heute
10.02.2026, 13:51
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Sowohl Licht als auch Schatten sieht Oberst Markus Reisner in seiner wöchentlichen Ukraine-Analyse für "NTV". Besonders hart leidet aktuell die Zivilbevölkerung unter den russischen Schlägen auf Energieinfrastruktur, weite Teile der Bevölkerung sitzen bei zweistelligen Minustemperaturen im Dunkeln.

In den Städten verschärft sich die Situation deshalb von Woche zu Woche. Reisner habe schon lange gewarnt, dass es im Winter mehr Waffenlieferungen brauche, darauf seien die Verbündeten aber nicht eingegangen.

"Sehen Zuspitzung"

"Die russischen Luftangriffe haben in den vergangenen Monaten enorm zugenommen. Und wir sehen in der vergangenen Woche eine Zuspitzung", warnt Reisner weiter. Teilweise wurden bei einem einzelnen Angriff bis zu 521 Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen losgeschickt. Zwar kann die Ukraine rund 80 Prozent davon abfangen, der Rest trifft aber sein Ziel.

"In Kiew gibt es drei wichtige Heizkraftwerke. Zwei davon, Nummer 6 und Nummer 4 wurden zerstört, Nummer 5 schwer beschädigt." Die Folge: "In den Häusern herrschen im Schnitt Raumtemperaturen von circa 6 bis 7 Grad. Die Wasserleitungen funktionieren zum Teil nicht, die Rohre bersten."

Im Gegenzug versucht die Ukraine, mit Angriffen gegen Erdölraffinerien, die wichtigste Einnahmequelle Russlands zu torpedieren. Auf russischer Seite wird man aber im Frühjahr schnell Vorbereitungen auf eine große Sommeroffensive sehen.

"USA und Russland haben sich geeinigt"

Alles orientiere sich dabei an den derzeit laufenden Verhandlungen. Hier sieht Oberst Reisner: "Die USA und Russland haben sich in einer gewissen Form geeinigt", wobei es den USA vorrangig um gute Geschäfte geht. "Also haben Russen und Amerikaner einen Draht zueinander gefunden. Ich fürchte, auf Kosten der Ukraine."

Bis zum Sommer werden die Russen versuchen, hinter den Festungsgürtel der drei Städte Slowjansk, Kramatorsk und Kostjantyniwka zu kommen. "Bemerkenswert aus meiner Sicht: Die Ukrainer versuchen eine Gegenoffensive." Die Abschaltung von Starlink für die russischen Kräfte habe der Ukraine enorm geholfen, lobt Reisner Elon Musk. "Groß angelegte Offensiven, die wir aus der Vergangenheit kennen, sind für die Ukrainer aber zurzeit nicht möglich."

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.02.2026, 13:51
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