Im Ringen um ein Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran spitzt sich die Lage immer weiter zu. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters verhandelt das Mullah-Regime derzeit mit China über den Kauf von modernen Schiffsabwehrraketen.
Besonders brisant: Der Deal dürfte so gut wie in trockenen Tüchern sein. Konkret geht es dabei um Überschallraketen vom Typ CM-302, die eine Reichweite von ungefähr 290 Kilometern haben. Durch einen schnellen Tiefflug können sie auch die Schiffsabwehr umgehen.
Dies könnte zum Problem für US-Präsidenten Donald Trump werden. Dieser hat seine Militärkräfte bereits im Nahen Osten zusammengezogen und mit einem "begrenzten Militärschlag" gedroht, um den Iran unter Druck zu setzen.
Auch der größte Flugzeugträger der Welt – die "USS Gerald R. Ford" – dürfte sich bereits auf dem Weg befinden. Sie hat am Dienstag den US-Marinestützpunkt Souda Bay auf Kreta erreicht, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.
Dennoch könnte der China-Deal die US-Armee vor Schwierigkeiten stellen, warnte der israelische Militärexperte Danny Citrinowicz. Gegenüber Reuters betonte er, dass sich die Lage dadurch grundlegend verändern würde. Die Überschallraketen würden die Schlagkraft des Mullah-Regimes deutlich steigern.
Des Weiteren soll der Iran auch den Kauf von Flugabwehrsystemen, tragbaren Flugabwehrraketen und Anti-Satelliten-Waffen aus China in Betracht ziehen. Auch die politische Botschaft hinter dem Deal wäre eine Ohrfeige für Trump.
Unterdessen läuft die von dem US-Präsidenten am Freitag gesetzte Frist für ein Abkommen ab. Damals gab Trump dem Iran zehn Tage Zeit, um ein Abkommen mit seinem Land zu unterzeichnen. Ansonsten werde er militärische Mittel in Erwägung ziehen.