Ein 48-jähriger Autofahrer aus Frankreich hat ein unglaubliches Überlebensdrama hinter sich. Nach einem schweren Unfall lag er fünf Tage lang schwer verletzt in einer 300 Meter tiefen Schlucht – und wurde schließlich lebend gefunden.
Das Unglück passierte in der Gemeinde Saint-Julien-du-Gua im Département Ardèche. Der Mann war mit seinem Auto unterwegs, als er von der Straße abkam und in die Tiefe stürzte. Wie "20 Minuten" berichtet, harrte er tagelang in seinem völlig zerstörten Fahrzeug aus – bei teils eisigen Temperaturen und ohne jede Hilfe.
Erst am Samstag, dem 21. Februar, wurde der Verletzte durch einen Zufall entdeckt: Eine Gruppe Wildschweinjäger war auf der Pirsch unterwegs, als sie am Straßenrand auf Autoteile stießen.
Sie folgten der Spur und entdeckten das Wrack etwa 300 Meter unterhalb der Fahrbahn im steilen Gelände. Im Autoinneren fanden sie den schwer verletzten Lenker, der kaum noch bei Kräften war.
Die Rettung gestaltete sich als äußerst schwierig. Wegen des unwegsamen Geländes dauerte es mehrere Stunden, bis der Mann geborgen und ins Spital gebracht werden konnte. Wie die Gendarmerie in Le Teil mitteilte, war der 48-Jährige bereits seit Tagen im Département Allier als vermisst gemeldet. Der Unfall hatte sich also rund fünf Tage vor seiner Entdeckung ereignet.
Laut Le Matin hatte der Mann großes Glück im Unglück: Sein Auto kam in der Nähe eines Baches zum Stillstand, sodass er zumindest Wasser hatte. Der Verletzte wird derzeit in Lyon medizinisch betreut. Sobald sein Zustand es zulässt, soll er zu den genauen Umständen des Unfalls befragt werden.