Hochspannung in den oberösterreichischen Ordensspitälern: Seit Dienstag, 9 Uhr, läuft in Wels die sechste KV-Verhandlungsrunde. Schon seit 16. September wird um einen neuen Kollektivvertrag für rund 10.000 nichtärztliche Beschäftigte gerungen. Nach dem Streik am 22. Jänner steht nun der 3. März als möglicher nächster Termin im Raum.
Der Knackpunkt bleibt vor allem die Arbeitszeit: Die Gewerkschaft vida fordert eine spürbare Entlastung, zuletzt wurde die ursprüngliche 35-Stunden-Forderung auf 37 Stunden bis 2028 reduziert. 80 Prozent der Beschäftigten lehnten das bisherige Angebot der Arbeitgeber ab.
Wie sich der Druck anfühlt, schilderte zuletzt Pflegekraft Elke Hergetz bei einer Pressekonferenz eindringlich: "Ich bin alleine für 25 Patientinnen zuständig", sagt sie. Post-OP-Fälle, Fieber, Demenz – alles gleichzeitig. "Ich renne von Glocke zu Glocke."
Ob es heute die erhoffte Bewegung gibt, ist noch offen. Die Gewerkschaft betonte, man sei weiter verhandlungsbereit. Bleibt eine Einigung aus, könnten die Spitäler am 3. März wieder stillstehen. Wie auch vor dem vergangenen Streik könnten dann wieder OPs verschoben werden.