Vor dem Linzer Landhaus ging es am Montag hoch her: Mitarbeiter der Ordensspitäler und der Gewerkschaft vida protestierten – erschöpft, überlastet und mit klaren Forderungen. Viele sagen: So wie bisher geht es nicht weiter. Hintergrund der Aktion: Die Kollektivverhandlungen für das nicht ärztliche Personal brachten auch in der vierten Runde keine Einigung.
Die Grünen stellten sich demonstrativ hinter das Personal. Klubobmann Severin Mayr, Gesundheitssprecherin Brigitte Huber-Reiter und Landessprecher Stefan Kaineder waren am Montag selbst anwesend. Der Parteichef machte deutlich: Der Protest passiere nicht aus "Jux und Tollerei": "Es ist vielmehr deren Ohnmachtsgefühl in der aktuellen Lage."
Kaineder warnte zudem: Wer jeden Tag am Limit arbeitet, darf nicht im Stich gelassen werden. Arbeitgeber und Politik müssten jetzt rasch liefern – auch, weil die Beschäftigten mit ihrem Einsatz ein wichtiges Fundament der Gesundheitsversorgung tragen.
Huber-Reiter erlebe die enorme "Einsatz-, Leistungs- und ja sogar Opferbereitschaft" seit Jahren aus nächster Nähe – und sagt klar: "Dass diese einen Abschluss unter der Inflationsrate nicht verdienen, ist nachvollziehbar. Aber es geht um mehr."
Die Mitarbeiter seien erschöpft und ausgebrannt: "Die Arbeitszeit muss runter, flexibler gestaltbar sein. Wer so reinhackelt, braucht angemessene Erholungszeit. Nur so kann Qualität weiter auf diesem hohen Niveau geleistet werden." Ihr Appell an Träger und Politik: raus aus der Sackgasse, her mit einer Lösung, die für die Beschäftigten wirklich akzeptabel ist.