Protest vor Linzer Landhaus

"Ohnmachtsgefühl" – Spitals-Mitarbeiter schlagen Alarm

Die KV-Verhandlungen der OÖ-Ordensspitäler sind erneut gescheitert. Mitarbeiter protestierten deswegen am Montag vor dem Linzer Landhaus.
Oberösterreich Heute
12.01.2026, 16:43
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Vor dem Linzer Landhaus ging es am Montag hoch her: Mitarbeiter der Ordensspitäler und der Gewerkschaft vida protestierten – erschöpft, überlastet und mit klaren Forderungen. Viele sagen: So wie bisher geht es nicht weiter. Hintergrund der Aktion: Die Kollektivverhandlungen für das nicht ärztliche Personal brachten auch in der vierten Runde keine Einigung.

Grüne unterstützen Personal

Die Grünen stellten sich demonstrativ hinter das Personal. Klubobmann Severin Mayr, Gesundheitssprecherin Brigitte Huber-Reiter und Landessprecher Stefan Kaineder waren am Montag selbst anwesend. Der Parteichef machte deutlich: Der Protest passiere nicht aus "Jux und Tollerei": "Es ist vielmehr deren Ohnmachtsgefühl in der aktuellen Lage."

Grünen-Chef Stefan Kaineder sprach bei der Kundgebung selbst zu den Protestierenden.
Grüne OÖ

Kaineder warnte zudem: Wer jeden Tag am Limit arbeitet, darf nicht im Stich gelassen werden. Arbeitgeber und Politik müssten jetzt rasch liefern – auch, weil die Beschäftigten mit ihrem Einsatz ein wichtiges Fundament der Gesundheitsversorgung tragen.

Huber-Reiter erlebe die enorme "Einsatz-, Leistungs- und ja sogar Opferbereitschaft" seit Jahren aus nächster Nähe – und sagt klar: "Dass diese einen Abschluss unter der Inflationsrate nicht verdienen, ist nachvollziehbar. Aber es geht um mehr."

"Arbeitszeit muss runter"

Die Mitarbeiter seien erschöpft und ausgebrannt: "Die Arbeitszeit muss runter, flexibler gestaltbar sein. Wer so reinhackelt, braucht angemessene Erholungszeit. Nur so kann Qualität weiter auf diesem hohen Niveau geleistet werden." Ihr Appell an Träger und Politik: raus aus der Sackgasse, her mit einer Lösung, die für die Beschäftigten wirklich akzeptabel ist.

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