Für rund 380 junge Männer und Frauen aus Oberösterreich begann am Dienstag ein völlig neuer Lebensabschnitt: Sie traten beim Fliegerhorst Vogler in Hörsching ihren Präsenzdienst beim Bundesheer an. Der Einrückungstag war dabei alles andere als gemütlich – zweistellige Minusgrade und teils winterliche Fahrverhältnisse forderten Geduld und starke Nerven.
Im Zentralraum, also auch in Hörsching, hatte es am Vormittag eisige minus 6 Grad. Im oberösterreichischen Gugu in Liebenau im Mühlviertel wurde in der Nacht auf Montag sogar ein neuer Tiefstwert gemessen: knackige -29 Grad. Die eisige Kälte sorgt nicht nur für klamme Finger, sondern auch für besonders frostige erste Schritte in den neuen Alltag als Rekrut.
Schon am Kasernentor hieß es Abschied nehmen vom gewohnten Alltag: Ausweis und Einberufungsbefehl wurden kontrolliert, danach ging es direkt zum neuen Quartier – samt fremder Zimmerkameraden. In den nächsten Tagen lernen sich die Rekruten näher kennen, empfangen ihre Ausrüstung und gewöhnen sich an den militärischen Tagesablauf.
In Österreich dauert der Grundwehrdienst derzeit sechs Monate. In dieser Zeit absolvieren die Präsenzdiener eine Basisausbildung, lernen mit Waffen und Geräten umzugehen und werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt – vom Wachdienst bis hin zu Katastropheneinsätzen.
Wer sich für einen längeren Dienst entscheidet, kann zum Beispiel Zeitsoldat oder Unteroffizier werden. Anfang Februar steht dann ein besonderer Moment an: das feierliche Treuegelöbnis auf die Republik Österreich.