Seit Ende Dezember liefert der Lawinenwarndienst des Landes Oberösterreich wieder tägliche Updates. Das erklärte Ziel: die alpine Sicherheit gewährleisten. Man habe das Informationsangebot kontinuierlich verbessert, um modernen Anforderungen gerecht zu werden, hieß es zuletzt von der Behörde.
In den vergangenen Tagen war die Gefahr von Lawinen noch als "gering bis mäßig" eingestuft worden. Das hat sich am Sonntag geändert: Seitdem herrscht in bestimmten Gebieten "erhebliche Gefahr" (Stufe 3 von 5), so die Experten.
Betroffen sind vor allem höhere Lagen, zum Teil schon ab der Waldgrenze. Der Grund: Starker, bisweilen stürmischer Wind in den Hochlagen hat störanfälligen Triebschnee gebildet, der leicht auslösbar ist.
In verfüllten Steilhängen sowie in steilen Mulden und Rinnen kann bereits geringe Zusatzbelastung mittlere Schneebrettlawinen auslösen. Diese Gefahrenstellen müssen gemieden werden, betont das Land. Und: Mit der deutlichen Erwärmung sind kleine Lockerschneelawinen im Steilgelände möglich. Darüber hinaus drohen bei Regen bis 1.500 Meter Höhe auch Nassschneelawinen.
"Wer ins Gebirge aufbricht, trägt Verantwortung: für sich selbst und für jene, die im Ernstfall helfen müssen", erklärt der zuständige Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). "Sorgsame Tourenplanung und das Ernstnehmen der Lawinengefahr retten Leben." Moderne Ausrüstung ersetze nicht die Pflicht zur Vorsicht, Warnungen seien eine klare Handlungsgrundlage.
Den tagesaktuellen Bericht zur Lawinensituation findet man hier.