Nach aufsehenerregenden Ermittlungen wird es heute ernst: Der mutmaßliche Bim-Schläger von Linz muss sich am Montag vor Gericht verantworten. Der 42-Jährige steht wegen schwerer Körperverletzung vor dem Richter – es geht um eine Attacke, die im März für Schlagzeilen gesorgt hat.
In der Straßenbahn war es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Schwestern und dem Mann gekommen. Kurz darauf eskalierte die Situation – der Beschuldigte soll mehrfach zugeschlagen haben. Eine der Frauen erlitt dabei einen Nasenbeinbruch, ihre Schwester zog sich laut Ermittlungen eine Speiseröhrenquetschung sowie mehrere Prellungen zu. Dem Täter gelang die Flucht.
Die anschließenden Ermittlungen sorgten für breite Diskussionen: Zwar waren Kameras in der Straßenbahn installiert, die Aufnahmen waren jedoch ursprünglich zu unscharf, um den Mann zu identifizieren. In der Folge kündigte die Stadt Verbesserungen an.
Ein Verdächtiger konnte schließlich ausgemacht werden, der 42-Jährige wurde angeklagt. Am Montagnachmittag muss er sich am Linzer Landesgericht verantworten. Konkret wird ihm angelastet, die beiden Schwestern durch Faustschläge und eine daraus entstandene Rangelei verletzt zu haben.
Im Fall einer Verurteilung droht dem Mann eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.