Mitarbeiter-Demo in OÖ

117 Operationen werden wegen Spitals-Streik verschoben

Heute wird gestreikt. Die betroffenen Ordensspitäler garantieren laut eigener Aussage die Notfallversorgung und die Betreuung stationärer Patienten.
Oberösterreich Heute
22.01.2026, 03:00
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Die Gewerkschaft vida ruft zum Streik auf: Betroffen sind fast alle Ordensspitäler in Oberösterreich. Wie die Spitalsträger mitteilten, wurden 117 geplante Operationen im Vorfeld verschoben oder bereits durchgeführt.

Versorgung von Notfällen gesichert

"Die Sicherstellung der PatientInnenversorgung hat für die Ordensspitäler Oberösterreich jederzeit höchste Priorität", hieß es. Wo es zu Änderungen kommt, würden Betroffene "direkt, persönlich und rechtzeitig informiert".

Ein Konsens mit den Betriebsräten garantiere, dass "Notfälle, aus medizinischen Gründen unaufschiebbare Behandlungen sowie die Versorgung stationärer PatientInnen auch am Streiktag garantiert sind". Diese Bereiche seien vom Streik nicht betroffen.

Wie viele Mitarbeiter tatsächlich streiken werden, war vorerst unklar – sie müssen ihre Teilnahme erst direkt vor Dienstbeginn melden. Fest steht laut Aussendung: Betriebsräte in sieben von acht Häusern beteiligen sich am Streik. Das Spital der Barmherzigen Brüder in Linz entschied sich bewusst gegen eine Teilnahme.

Johann Minihuber, Geschäftsführer der Oö. Ordensspitäler Koordinations GmbH, dankt den engagierten Beschäftigten: "Viele unserer MitarbeiterInnen zeigen auch morgen Verantwortungsbewusstsein. Dank ihres Engagements gelingt es uns, auch am Streiktag den Spitalsbetrieb aufrechtzuerhalten."

Streik nach ergebnislosen KV-Verhandlungen

Die Ordensspitäler hätten sich demnach mit "höchster Sorgfalt" vorbereitet. Ziel sei ein möglichst reibungsloser Ablauf. Auch ein konstruktiver Dialog mit der Gewerkschaft bleibe weiterhin möglich.

Hintergrund des Streiks sind die seit Monaten ergebnislosen KV-Verhandlungen des nicht-ärztlichen Personals. Die Gewerkschaft fordert für den bekanntlich unterbezahlten Pflegebereich eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Wochenstunden und mehr Lohn – zumindest in Höhe der Inflation.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.01.2026, 03:00
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