Vom Elektroniker in die Pflege und heute selbst Vortragender: Martin Binder zeigt, wie vielseitig der Weg ins Gesundheitswesen sein kann. Nach seiner technischen Ausbildung fehlte ihm der persönliche Kontakt mit Menschen, der ihm bei der Ausbildung zum Rettungssanitäter viel Freude bereitete.
"Ich wollte etwas Sinnstiftendes machen, bei dem ich Menschen direkt unterstützen kann." 2015 startete er mit der damaligen Pflegehelferausbildung, danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Gips-Assistent, OP-Assistent, ab 2017 Job in der Unfallambulanz am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr. Im Juli 2025 folgte der große Abschluss: das Diplom in der Gesundheits- und Krankenpflege.
"Bereut habe ich den Schritt nie – im Gegenteil, ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein", sagt Binder. Denn: "Die Ausbildung hat mir viele Türen geöffnet." Jetzt möchte er dazu beitragen, dass auch andere den Weg in die Pflege finden.
Vor allem am Anfang sei der Wechsel natürlich anspruchsvoll gewesen. "Aber mit guter Organisation, Unterstützung von Lehrenden und Kolleginnen und Kollegen ist alles machbar – und es lohnt sich." Sein Rat an alle, die vor der Entscheidung stehen: "Traut euch!"
Heute steht Binder nicht nur im Klinikum Steyr im Dienst, sondern auch vor der Klasse: Er ist Vortragender und bildet künftige Kollegen mit aus: "Ich freue mich sehr, mein Wissen und meine Erfahrungen nun selbst weitergeben zu dürfen", sagt er – und betont: "Während der gesamten Ausbildungszeit genoss ich eine große Unterstützung."
Die OÖG-Schulen sind breit aufgestellt: Vom Pflegestart schon ab 15 Jahren bis hin zu Quereinsteigern wie Binder ist alles möglich. Wer sich dafür interessiert, kann sich persönlich informieren: Von Jänner bis März lädt die OÖG zu zahlreichen Infoveranstaltungen mit Einblicken in Ausbildungswege, Voraussetzungen und Berufsperspektiven.
Alle Termine gibt es hier – die Bewerbung ist jederzeit möglich.