"Ein Silvester, wie es keiner erleben sollte" – mit diesen Worten beschreibt Karl-Heinz Koll, VP-Bürgermeister von Traun (Bez. Linz-Land) die dramatische Nacht, in der für dutzende Bewohner das neue Jahr im Chaos begann.
Kurz nach Mitternacht brach im Dachbereich einer großen Wohnanlage ein heftiger Brand aus, die Bewohner mussten fluchtartig ihre Wohnungen verlassen. Zwar konnte das Feuer dank der Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht werden – die Betroffenen konnten aber nicht wieder zurück in ihr Zuhause.
Schon kurz darauf wurde dann sichtbar, wie groß die Anteilnahme in Traun ist: Der Stadtchef sprach von einer "großartigen Welle an Solidarität und Nächstenliebe". Gemeinsam mit dem Roten Kreuz wird eine Sammelstelle für Sachspenden vorbereitet – das würde aber erst in den kommenden Tagen notwendig werden. Gleichzeitig wurde mit der katholischen Pfarrkirche ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem schon laufend Unterstützungen eingehen.
Römisch Katholische Pfarrkirche Traun
IBAN: AT11 1500 3004 6008 7000
Verwendungszweck: Spende Brandopfer
Mittlerweile hätten sich auch schon viele Opfer des Brandes beim Bürgermeister gemeldet – "leider noch nicht alle", erklärt Koll am Samstag auf Facebook: "In jedem Gespräch wurde deutlich, wie viele tragische Einzelschicksale hinter dieser Katastrophe stehen." Umso wichtiger sei es, schnell zu handeln und unbürokratisch zu unterstützen.
Währenddessen dauern die Ermittlungen der Polizei weiter an. Der Brand dürfte sich von einem Balkon im dritten Stock auf das ganze Gebäude ausgebreitet haben. Ob Silvesterraketen für das Feuer verantwortlich waren, soll jetzt ein Brandsachverständiger klären.