Während viele noch feierten, brannte es in Oberösterreich schon lichterloh: Zu rund 50 Einsätzen mussten die heimischen Feuerwehren in der Silvesternacht ausrücken. Dutzende Kleinbrände, in Flammen stehende Feuerwerksreste und gleich mehrere dramatische Großbrände läuteten hierzulande das neue Jahr ein.
Los ging die Einsatz-Serie schon am frühen Abend, allerspätestens ab Mitternacht hatte die Feuerwehr dann keine Ruhe mehr: Hecken, Wiesen, Hütten – sie alle mussten gelöscht werden. Besonders dramatisch wurde es dann in Traun (Bez. Linz-Land). Wie berichtet stand dort gleich ein ganzer Wohnkomplex in Flammen.
Nur wenig später heulten dann auch in St. Florian im selben Bezirk die Sirenen: In einem Bauernhaus brach ein Feuer aus, Passanten informierten sofort die Einsatzkräfte. Als diese eintrafen, stand das Gebäude aber schon in Vollbrand. Insgesamt kämpften zehn Feuerwehren gegen die Flammen.
Dramatisch: Erst war nicht klar, ob sich noch Personen im Haus befanden. Zwei Atemschutztrupps öffneten gewaltsam die Türen – erst nach der Durchsuchung des Hauses konnte Entwarnung gegeben werden: Weder Menschen noch Tiere waren im Inneren.
Das Bauernhaus brannte komplett ab, erst Stunden später konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken. Noch nicht ausgeschlossen ist, dass Feuerwerkskörper eine Rolle bei dem Brand gespielt haben könnten. Die Brandursache wird jetzt ermittelt, auch ein Sachverständiger wurde schon beigezogen.
Und auch in Gosau (Bez. Gmunden) stand in der Nacht eine Hütte in Vollbrand: "Bei unserem Eintreffen stand das hölzerne Nebengebäude in Vollbrand", schildert Einsatzleiter Gerald Brunmayr von der FF Bad Goisern die Lage beim Eintreffen.
Ein übergreifen der Flammen auf das nebenstehende Wohnhaus konnte zum Glück verhindert werden. Erst gegen 3 Uhr war der Einsatz beendet. Klar dürfte hier laut Polizei aber schon die Brandursache sein: ein Hitzestau im Bereich des Rauchrohres eines Kaminofens, der im Partyraum aufgestellt war.