2025 war für die Kinderherzmedizin in OÖ ein besonderes Jahr – und jetzt, zum Jahresende, fällt der Blick zurück: Vor 30 Jahren, 1995, nahm das Kinderherz Zentrum am Linzer Kepler Klinikum seinen Betrieb auf. Seit damals ist die Zahl der behandelten Kinder und Jugendlichen mit angeborenen Herzfehlern kontinuierlich gestiegen.
Viele Patienten sind extrem jung: 30 Prozent der operierten Kinder sind Neugeborene, rund 65 Prozent sind unter einem Jahr. Die Überlebenschance der in Linz herzoperierten Kinder liegt bei etwa 98 Prozent – trotz steigender Operationszahlen und zunehmender Komplexität.
Rund 350 Herzoperationen werden im Kinderherz Zentrum pro Jahr durchgeführt – dazu kommen noch einmal genauso viele Herzkatheter-Eingriffe. Das bedeutet: fast jeden Tag eine OP und insgesamt nahezu zwei lebensrettende Eingriffe pro Tag.
Herzfehler sind die häufigsten Fehlbildungen bei Kindern: Etwa jedes 100. Kind ist betroffen. In rund einem Drittel der Fälle lässt sich eine Ursache finden, bei zwei Dritteln bleibt sie ungeklärt. Aber: Medizinische Fortschritte haben das Leben vieler Betroffener verändert.
Mehr als 90 Prozent der Kinder mit angeborenen Herzfehlern erreichen heute das Erwachsenenalter. Gleichzeitig bleibt oft eine lebenslange Betreuung nötig, weil Spätkomplikationen auftreten können und teils weitere Operationen oder Katheter-Interventionen erforderlich werden.
"Es sind die Herzteams und ihre Leistung, die heute verantwortlich für die exzellente Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie die ausgezeichnete Positionierung im internationalen Vergleich sind", betonen die Gründungsväter des Kinderherz Zentrums Rudolf Mair und Gerald Tulzer.