Kurz vor Silvester schlug die Polizei wie berichtet in mehreren Bundesländern zu: Bei einer von DSN (Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst) und den LSE (Landesämter Staatsschutz und Extremismusbekämpfung) koordinierten Aktion wurde tonnenweise gefährliche Pyrotechnik aus dem Verkehr gezogen. Hintergrund: Hinweise auf namentlich bekannte Personen, die sich gefährliche Stoffe und Gegenstände besorgt haben sollen.
Insgesamt wurden rund 15.000 pyrotechnische Gegenstände mit einem Gewicht von 380 Kilogramm sichergestellt. Gegen alle verantwortlichen Personen wird Anzeige erstattet – es drohen hohe Geldstrafen.
Besonders brisant: ein Fall in Oberösterreich. Dort gestand ein Betroffener bei einem Sensibilisierungsgespräch alles – bei ihm stellten die Ermittler mehr als 570 Stück illegale Pyrotechnik sicher. Der Mann hatte damit ein wahres Böller-Lager zu Hause.
Auch anderswo fanden die Beamten heikle Ware: In der Steiermark wurden 65 Stück Pyrotechnik der Klassen F3 und F4 (z. B. lebensgefährliche Kugelbomben) entdeckt, in Niederösterreich stießen Einsatzkräfte bei einer Hausdurchsuchung sogar auf einen Munitionsgurt mit Leuchtspurgeschossen, verbotene Waffen sowie Vorläuferstoffe und illegale Böller.