Kurz vor Silvester, am 30. Dezember, schlugen Spezialeinheiten in fünf Bundesländern zu. Der Staatsschutz hatte Hinweise bekommen, dass sich bereits namentlich bekannte Personen Stoffe und Gegenstände beschafft hatten, die "potenziell für verfassungsgefährdende Angriffe" verwendet werden könnten.
Ziel des Einschreitens war es, die Hintergründe dieser potenziellen Bedrohungslage zu klären und eventuell Ermittlungen einzuleiten, ermittlungsrelevante Personen zu befragen und etwaige verbotene oder gefährliche Gegenstände sicherzustellen. Im Zuge der koordinierten Aktion wurden schließlich mehrere Sensibilisierungsgespräche mit den Betroffenen geführt und an drei Adressen verbotene und gefährliche Pyrotechnik sichergestellt.
Die Kräfte schlugen in Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Vorarlberg zu, in Niederösterreich gab es auch eine Hausdurchsuchung. Insgesamt wurden ca. 15.000 Stück pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 380 kg sichergestellt.
In Niederösterreich stießen die Staatsschützer insbesondere auf einen Munitionsgurt mit Leuchtspurgeschossen, verbotene Waffen, Vorläuferstoffe und illegale Pyrotechnik der Kategorien F3 und F4 (z.B. lebensgefährliche Kugelbomben). Alle verantwortlichen Personen werden entsprechend ihrer rechtswidrigen Handlungen angezeigt. Es drohen hohe Geldstrafen.
"Die aktuellen Maßnahmen des Verfassungsschutzes zeigen, wie wichtig konsequente Präventionsarbeit ist. Ich gratuliere der DSN und den LSE zu diesem tollen Erfolg und danke allen für die gute Zusammenarbeit!", so Staatssekretär Jörg Leichtfried. "Sie leisten damit einen großen Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines sicheren und unbeschwerten Jahreswechsels sehr."