"Tief erschüttert"

Otto durfte noch Lamborghini fahren – jetzt ist er tot

Der Verein "Rollende Engel" trauern um einen langjährigen Unterstützer. In ihrem Abschied betonen die Wunscherfüller die Wichtigkeit ihrer Mission.
Oberösterreich Heute
02.01.2026, 17:18
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Otto war für den Verein "Rollende Engel" aus Wels weit mehr als nur ein Name – er war einer der Menschen, die von Anfang an an die Mission glaubten: letzte Wünsche zu erfüllen. Schon bei der Gründung im Jänner 2020 öffnete er dem Verein Türen, machte ihn über "Ottos Flohmarkt" bekannter und half so mit, dass viele Herzenswünsche überhaupt erst möglich wurden.

Die Engel aus Wels

Der Verein "Rollende Engel" erfüllt seit Jahren letzte Herzenswünsche.
Spenden an die Organisation sind jederzeit willkommen:
Raiffeisenbank Wels
IBAN: AT79 3468 0000 0303 9500
Weitere Informationen: rollende-engel.at

Otto strahlte im Sportwagen

Dann kam die Wende: Drei Jahre später wurde ausgerechnet Otto selbst schwer krank. Sein größter Wunsch – einmal den Red Bull Ring zu erleben und in einem Lamborghini über die Strecke zu fahren wurde schließlich Realität. Für die Ehrenamtlichen war dieser Tag mehr als nur eine Wunscherfüllung. Der Moment habe Otto nicht nur Freude gebracht – "er schenkte ihm Lebensmut", schreibt der Verein auf Facebook.

Danach etwas, das sie selbst als ein Wunder beschreiben: Otto habe die Kraft gefunden, wieder aufzustehen, selbstständig zu gehen und "das Leben wieder mit eigenen Schritten zu erobern". Für die Helfer war es ein Hoffnungsschimmer in einer Arbeit, in der oft nur wenig Zeit bleibt.

Trotz Vorwürfen immer herzlich

Doch mit der berührenden Geschichte kamen auch schwere Vorwürfe. Der Verein schildert, dass Menschen schnell urteilten – mit Sätzen wie: "Warum erfüllt ihr diesem Otto einen Wunsch?" oder "Der kann gehen und der hat ja gar nichts!"

"Diese Begegnungen haben uns tief erschüttert", schreiben die Engel aus Wels. "Denn sie zeigen, wie wenig manche verstehen, wie viel ein Wunsch für einen schwerkranken Menschen bedeutet." Doch Otto blieb herzlich, aufrichtig und voller Kampfgeist.

"Wünschen Otto Frieden"

Jetzt herrscht tiefe Trauer: Der Verein veröffentlichte einen emotionalen Nachruf – Otto ist verstorben. "Es gibt Menschen, die uns begegnen und deren Spuren bleiben – leise vielleicht, aber unauslöschlich. Otto war ein solcher Mensch", heißt es in dem Posting.

Zum Abschied richtet der Verein starke Worte: "Wir wünschen Otto nun Frieden – frei von Schmerzen, frei von Last", schreiben sie und fügen hinzu: "Und all jenen, die vorschnell urteilen: Mögt ihr niemals in eine Situation geraten, in der ein letzter Wunsch zur einzigen Hoffnung wird."

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.01.2026, 17:18
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