Arbeiterkammer informiert

Neue Gesetze, neuer Stromtarif – das ändert sich 2026

2026 bringt für Konsumenten viele neue Regeln und Tarife. Von Strom-Sozialtarif bis digitalem Kassenbon – die AK OÖ informiert über alle Änderungen.
Oberösterreich Heute
02.01.2026, 14:00
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2026 bringt für Konsumenten in Österreich eine ganze Reihe an Neuerungen. Mehr Transparenz im Handel, strengere Regeln gegen Greenwashing und Maßnahmen gegen Abzocke sollen den Alltag erleichtern – und nebenbei auch Papiermüll reduzieren. Die Arbeiterkammer Oberösterreich fasst zusammen, was heuer wichtig wird.

Ein großes Thema: Reparieren statt Wegwerfen. Der Reparaturbonus läuft mit Jahresende aus und wird 2026 durch die neue "Geräte-Retter-Prämie" ersetzt. Pro Reparatur sind bis zu 130 Euro für ausgewählte Haushalts- und Elektronikgeräte möglich – einlösbar über Partnerbetriebe, Bons können ab 12. Jänner erstellt werden.

Neuer Strom-Sozialtarif ab April

Auch gegen Parkplatz-Abzocke wird nachgeschärft. Ab jetzt sollen drastisch gesenkte Anwalts- und Gerichtsgebühren überhöhte Forderungen unattraktiver machen. Gleichzeitig wird der Weg zum Obersten Gerichtshof geöffnet, um Verfahren klarer und rechtlich besser überprüfbar zu machen.

Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) kommt ab 1. April ein neuer Sozialtarif: Für die ersten 2.900 kWh pro Jahr gilt ein maximaler Preis von 6 Cent pro kWh netto. Davon sollen einkommensschwache Haushalte profitieren – etwa Bezieher von Mindestsicherung oder Mindestpension sowie pflegebedürftige Personen.

Ebenfalls mit 1. April tritt das Anti-Mogelpackungs-Gesetz in Kraft. Händler müssen dann 60 Tage lang klar darauf hinweisen, wenn ein Produkt weniger Inhalt hat, der Preis aber gleich bleibt ("Shrinkflation"). Zusätzlich wird die Grundpreisangabe prominenter: Sie muss künftig mindestens halb so groß wie der Verkaufspreis geschrieben sein, damit Preisvergleiche einfacher werden.

Transparenz beim Frühstück, Lotto mit Steuergeld

Ab der Jahresmitte wird es außerdem süßer – und transparenter. Ab 14. Juni gelten EU-weit strengere Frühstücksrichtlinien: Honig muss Herkunftsländer samt Prozentangaben ausweisen, Marmeladen brauchen mehr Frucht, Säfte müssen klarer über Zucker informieren.

Später folgen weitere Änderungen: strengere Regeln für Umwelt-Werbung ab 27. September, digitale Kassenbons ab 1. Oktober (inklusive Beleg-Lotterie) sowie ein geplantes PFAS-Verbot für bestimmte Produkte ab 10. Oktober.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.01.2026, 14:50, 02.01.2026, 14:00
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