Es geht um rund 10.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft pocht für das ohnehin belastete Personal auf bessere Bedingungen. Trotz mehrerer Gespräche mit der Arbeitgeberseite konnte man sich nicht einigen. Die Folge: ein erster Streik am 22. Jänner. Jetzt droht eine neuerliche Arbeitsniederlegung.
Was die Belegschaftsvertreter fordern: eine Verkürzung der Dienstzeiten auf 35 Wochenstunden und mehr Lohn. Zumindest in Höhe der Inflation, schwebt ihnen vor. Zuletzt standen dann 37 Stunden im Raum und ein möglicher zusätzlicher Urlaub.
Weil sich die beiden Seiten dennoch nicht verständigen konnten, ließ die Arbeitnehmerseite über eine mögliche neuerliche Niederlegung abstimmen. Das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet.
In einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz gaben sich die Gewerkschafter kämpferisch. Kommenden Dienstag wird wieder verhandelt. Man habe die "Kompromissbereitschaft mehrfach belegt", nun sei die Arbeitgeberseite gefragt. Für die Arbeitnehmervertreter steht fest: "Streik bleibt das letzte Mittel." Sollte es keine Bewegung geben, ist dieser für 3. März geplant.
Von den Kampfmaßnahmen Ende Jänner waren fast alle Ordenskrankenhäuser im Bundesland betroffen. Insgesamt 117 geplante Operationen mussten im Vorfeld verschoben werden oder waren zum Glück bereits durchgeführt.
Die Führungen der Spitäler waren um Beruhigung bemüht: Die Versorgung von Notfällen und von bereits stationär aufgenommenen Personen bleibe sichergestellt, hieß es damals. Betroffene von Terminverschiebungen würden "direkt, persönlich und rechtzeitig" informiert.
Kurz nach der Pressekonferenz der Gewerkschaft meldeten sich auch die Grünen zu Wort. Gesundheitssprecherin Brigitte Huber-Reiter fordert vor dem angekündigten Streik deutliche Bewegung: "Wo, wie und wann soll das enden? Handelt man sich jetzt von Streiktag zu Streiktag? Das kanns ja wohl nicht sein." Die Arbeitgeber müssten "ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen", zudem sei es "höchste Zeit", dass sich die verantwortliche Gesundheitspolitik aktiver einbringe und auf die Arbeitgeberseite einwirke.