In sieben von acht Ordenskliniken in Oberösterreich wird am Donnerstag gestreikt. Tausende Beschäftigte des nicht-ärztlichen Personals, darunter viele Pflegekräfte, legen ihre Arbeit nieder. Geplante Operationen und Behandlungen müssen deshalb verschoben werden.
Für Patienten in akuten Notlagen gibt es aber Entwarnung: Die Ordensspitäler betonen in einer Aussendung, dass die Versorgung von Notfällen sowie bereits stationär aufgenommenen Personen sichergestellt bleibt. Betroffene von Terminverschiebungen würden "direkt, persönlich und rechtzeitig" informiert.
Hintergrund des Streiks sind die festgefahrenen Kollektivvertragsverhandlungen. Seit fast zwei Monaten wird gerungen – bisher ohne Einigung. Die Gewerkschaft fordert 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich und eine Lohnerhöhung zumindest in Höhe der Inflation. Die Arbeitgeber bieten lediglich 3,3 Prozent mehr Gehalt – bei gleichbleibender Arbeitszeit. Eine Kombination aus beidem sei finanziell nicht tragbar, so die Ordensspitäler.
Nicht alle machen mit: Der Betriebsrat der Barmherzigen Brüder in Linz beteiligt sich nicht am Streik – aus Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten. Die Häuser stehen laut eigenen Angaben in engem Austausch mit den Betriebsräten, um trotz Streik einen möglichst reibungslosen Ablauf zu garantieren.