2.000 € für Rettungseinsatz

Saftige Rechnung für Bergsteiger auf den Traunstein

Ein Winterabenteuer am Traunstein (OÖ) endete für drei junge Deutsche mit einem Bergrettungseinsatz – und einer saftigen Rechnung.
Österreich Heute
20.01.2026, 19:55
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Ein harmlos gemeinter Winterausflug endete für drei junge Deutsche in Oberösterreich mit einem ordentlichen Schrecken – und wohl auch mit einer saftigen Rechnung.

Die 18- bis 21-jährigen Bergsteiger gerieten am Samstagabend am Traunstein in alpine Notlage und lösten damit einen größeren Einsatz der Bergrettung aus.

In der Dunkelheit festgesteckt

Die Gruppe war auf dem 1.691 Meter hohen Berg unterwegs, hatte ihre Tour aber offenbar nicht ausreichend geplant. Beim Abstieg über den teilweise vereisten Hernlersteig wurden die jungen Männer von der Dunkelheit überrascht. Auf rund 1.500 Metern Höhe ging plötzlich nichts mehr: weder vor noch zurück. In ihrer Not setzten sie einen Notruf an die Bergrettung Gmunden ab.

15 Bergretter rücken aus

Unverzüglich machten sich 15 Bergretter auf den Weg. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, denn wegen der Dunkelheit war kein Hubschrauber einsetzbar. Die Helfer stiegen zu Fuß auf – doch kurz vor dem Einsatzort kam die überraschende Wendung.

Während die Retter noch im Aufstieg waren, hatte sich die Situation bereits entschärft: Die drei Deutschen waren eigenständig umgekehrt und zum Traunsteinhaus gelangt. Das Gasthaus ist im Winter zwar geschlossen, verfügt aber über einen jederzeit zugänglichen Notraum für Bergsteiger. Da keine Hilfe mehr nötig war, wurde der Einsatz abgebrochen.

Kritik an der Vorbereitung

Ganz ohne Folgen bleibt der Vorfall allerdings nicht. Ein Sprecher der Bergrettung Gmunden erklärte gegenüber t-online, die jungen Männer seien nicht ausreichend ausgerüstet gewesen. "Der Traunstein ist im Winter nur etwas für Profis", stellte er klar. Den Deutschen hätten unter anderem Steigeisen gefehlt. Auch bei der Planung habe es gehapert: "Eine vernünftige Tourenplanung gehört dazu. Seinen Verstand sollte man nutzen", so der Bergretter deutlich.

Teurer Rettungseinsatz

Finanziell wird der Ausflug ebenfalls schmerzen. Eine Stunde Bergrettung kostet 490 Euro, der Einsatz dauerte rund vier Stunden. Damit beläuft sich die Rechnung auf 1.960 Euro. Ärger bei den Einsatzkräften? Fehlanzeige. "Wir nehmen das gelassen hin, sonst wären wir keine Bergretter", sagte der Sprecher abschließend.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.01.2026, 19:55
Jetzt E-Paper lesen