Mordermittlungen laufen

Makler (49) tot – erschütterndes Obduktionsergebnis da

Ein 49-jähriger Linzer Immobilienmakler wurde Opfer einer brutalen Bluttat. Das zeigt nun auch das erste Obduktionsergebnis.
Oberösterreich Heute
20.01.2026, 14:26
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Nach dem gewaltsamen Tod eines 49-jährigen Linzers, der am Montag leblos in seiner Wohnung in der Harrachstraße entdeckt worden war, liegt jetzt das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Obduktion vor – und es bestätigt den schrecklichen Verdacht: Der Mann wurde brutal erschlagen.

"Nach einer durch die Staatsanwaltschaft Linz angeordneten Obduktion steht als Todesursache eine stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf des Opfers fest", so die Polizei in einer Aussendung am Dienstag. Die Gerichtsmedizin stellte ein schweres Schädel-Hirntrauma fest. "Der 49-Jährige dürfte im Laufe des vergangenen Wochenendes zu Tode gekommen sein."

Sollte jemand am vergangenen Wochenende in der Harrachstraße in Linz etwas Ungewöhnliches wahrgenommen haben, bittet die Polizei darum, sich mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich unter 059133 403333 in Verbindung zu setzen. Derartige Hinweise können auch bei jeder Polizeiinspektion abgegeben werden. Diese können auch anonym abgegeben werden.

Keine Einbruchsspuren

Die Wohnungstür war versperrt – ein Detail macht die Ermittler stutzig: Die Schlüssel sind verschwunden. Ob etwas aus der Wohnung gestohlen wurde, ist noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Der 49-Jährige lebte allein.

Gefunden wurde die Leiche von einem der beiden Brüder des Opfers. Er wollte am Montag gegen 13 Uhr nach dem Rechten sehen – und fand seinen Bruder tot im Badezimmer. Laut Polizei war der leblose Körper gefesselt, wies mehrere stumpfe Verletzungen auf. Das Landeskriminalamt hat die Mordermittlungen übernommen, bislang fehlt von den Tätern jede Spur.

Wie "Heute" erfuhr, handelt es sich beim Opfer um einen bekannten Linzer Makler. Seine Familie soll ein Haus am Attersee besitzen, in der Linzer Ausgeh-Szene war der 49-Jährige kein Unbekannter. Besonders in der Herrenstraße war er regelmäßig mit seinem Beagle unterwegs – unter anderem im Hotel "Schwarzer Bär".

Dessen Betreiber, Michael Nell, zeigt sich im Gespräch mit "Heute" betroffen: Der Mann sei immer "sehr sympathisch und offen" gewesen, "im Vorbeigehen hat er oft mit Leuten getratscht, man hat ihn in der Innenstadt gekannt". Der Schock sitzt auch bei den Nachbarn tief. Beim Lokalaugenschein von "Heute" am Montagabend herrschte in der Harrachstraße gespenstische Stille. Mehrere Polizeistreifen sicherten den Tatort, die Kriminaltechnik war stundenlang im Einsatz.

"Wir sind sehr schockiert"

Nur ein paar Häuser weiter betreibt Klaus Gassner mit seiner Ehefrau die Vinothek "Klaus & Wein". Im "Heute"-Gespräch zeigt sich der Unternehmer am Dienstag tief betroffen: "Wir sind sehr schockiert. Er ist früher ein paar Mal auf ein Achterl bei uns vorbeigekommen." Das Opfer käme aus guten Verhältnissen, war "immer freundlich, immer nett".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.01.2026, 11:33, 20.01.2026, 14:26
Jetzt E-Paper lesen