Es ist dunkel und klirrend kalt beim "Heute"-Lokalaugenschein am Montagabend in der Linzer Harrachstraße. Hinter einem gutbürgerlichen Altbau-Zinshaus mit einer schmucken Rundbogen-Haustüre im Gründerzeit-Stil soll sich wenige Stunden zuvor eine schreckliche Bluttat abgespielt haben - wir berichteten.
"Heute"-Reporterin Lea Strauch am Montagabend vor der Tatwohnung in Linz.
Wie die Polizei berichtet, hat ein Mann hier am frühen Montagnachmittag seinen eigenen Bruder in einer Wohnung des denkmalgeschützten Hauses tot aufgefunden. Laut ersten Informationen der Ermittler war der Tote gefesselt und wies mehrere Verletzungen auf.
Die Polizei bestätigte die Bluttat am Montagabend im Gespräch mit "Heute". In einer offiziellen Mitteilung der Behörden hieß es: "Der Mann hatte mehrere Verletzungen am ganzen Körper. Außerdem war er gefesselt. Von einer Täterschaft fehlt bislang jede Spur. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Oberösterreich übernommen".
Nachbarn haben am Montag einen Polizeieinsatz mitbekommen, mehr Informationen dürfte aber auch zu den Anrainern vorerst nicht durchgesickert sein. Fotos und Videos vom Einsatz zeigten mehrere Beamte und mehrere Polizeistreifen vor Ort.
Zum Ermittlungsstand wollte die Polizei zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen keine Informationen herausgeben. Ein Detail wurde aber schon bekannt: Offenbar sind die Schlüssel zu der Tatwohnung nicht auffindbar. Ob Wertgegenstände fehlen, war vorerst unklar und wird noch untersucht.