Die Spitäler erleben derzeit eine massive Belastungsprobe: Eine "Dreifach-Welle" aus echter Grippe, Corona und RSV sorgt für volle Notaufnahmen in ganz Österreich. Besonders heftig trifft es das Klinikum Klagenfurt. Statt 100 Patienten pro Tag wie üblich, sind es aktuell rund 150 – viele mit Infekten. Wegen der Ansteckungsgefahr wurde dort bereits vorübergehend eine Maskenpflicht eingeführt.
"Früher war’s die Grippewelle, jetzt ist es eine Kombination aus drei Infekten – zusätzlich zu allen anderen Patienten", sagte Markus Peck, Leiter der Notaufnahme, im ORF. Weil viele Hausärzte über die Feiertage geschlossen hatten, landen viele Kranke direkt in der Klinik. Die Folge: Wartezeiten von bis zu vier Stunden – und das trotz rascher Ersteinschätzung ("Triage") innerhalb der ersten 15 Minuten.
In Oberösterreich hingegen ist die Lage laut Informationen von "Heute" aktuell noch unter Kontrolle. Weder die Spitäler der oö. Gesundheitsholding noch die Ordenskliniken haben eine Maskenpflicht eingeführt. Patienten mit klaren Krankheitssymptomen werden aber gebeten, eine Maske zu tragen. Auch beim Personal sei das – je nach Bereich – teilweise wieder üblich.
Doch auch in OÖ sind die Ambulanzen derzeit gut gefüllt. Besonders betroffen sind die Kinderabteilungen, wo RSV-Infektionen bei Kleinkindern für volle Betten sorgen. In manchen Spitälern müssen bereits Aufnahmestopps für bestimmte Stationen geprüft werden, um die Versorgung zu sichern.
Die Ärztekammer appelliert an die Bevölkerung, bei leichten Symptomen zuerst den Hausarzt oder die telefonische Gesundheitsberatung 1450 zu kontaktieren. Wer mit einem grippalen Infekt die Notaufnahme blockiert, riskiert längere Wartezeiten – nicht nur für sich selbst, sondern auch für echte Notfälle.