Seit Wochen sorgt eine schlimme Krankheits-Welle für volle Ambulanzen. Im Klinikum Klagenfurt kommen an Werktagen im Schnitt rund 100 Patienten in die Notfallaufnahme – derzeit sind es 150 pro Tag. Wer kommt, muss nicht nur mit einer Maske, sondern auch mit längeren Wartezeiten rechnen.
"Früher haben wir gesagt 'die Grippewelle', aber es ist eigentlich eine dreifache Welle aus Covid, Grippe und dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Zusätzlich zu allen anderen Patienten natürlich", erklärt Markus Peck, Leiter der Notfallaufnahme im Klinikum Klagenfurt im ORF.
Ein weiterer Grund: Viele niedergelassene Ärzte sind über die Feiertage und in der Urlaubszeit nicht erreichbar. "Das führt dann naturgemäß zu einer Zunahme der Patientenzahlen bei uns."
Die Patienten werden nach Dringlichkeit behandelt. "Wir triagieren jeden Patienten zumeist in den ersten zehn oder 15 Minuten, nachdem er die Notfallaufnahme betritt", so Peck. Bei akuten Notfällen wie einem Herzinfarkt-Verdacht gebe es keine Wartezeit, berichtet der ORF. Wer hingegen "Beschwerden hat, die auch nach einer Wartezeit von zwei oder mehr Stunden zu keinem wesentlichen Nachteil führen", muss Geduld mitbringen: "Da müssen natürlich Wartezeiten von zwei oder auch vier Stunden in Kauf genommen werden."
Dass viele auch mit leichteren Beschwerden ins Spital kommen, sei nicht immer vermeidbar. "Im Vorhinein ist das nicht immer so leicht zu sagen. Aber es stimmt schon, es gibt eine doch nicht ganz kleine Anzahl von Patienten, die sehr gut im niedergelassenen Bereich, vor allen Dingen vom Hausarzt, auch versorgt werden könnten, aber dort entweder keinen Ansprechpartner haben oder eben dort auch keinen Termin bekommen."