Gipfel verschoben

Eiszeit zwischen Italiens Meloni und Frankreichs Macron

Der französisch-italienische Gipfel wird verschoben. Diplomatische Spannungen nach einem Todesfall erschweren die Terminfindung.
Newsdesk Heute
21.02.2026, 21:39
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Der für Anfang April geplante Gipfel mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird laut Diplomatenkreisen verschoben. Das Treffen soll nun erst nach dem Gipfel der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) in Évian, der Mitte Juni stattfindet, abgehalten werden, wie am Samstag aus Diplomatenkreisen in Paris zu hören war.

Zuvor hatte die italienische Wirtschaftszeitung "Il Sole" berichtet, dass Meloni Macron am Rande des EU-Gipfels in Brüssel um eine Verschiebung gebeten habe.

Der französisch-italienische Gipfel war ursprünglich für den 9. und 10. April in Toulouse angesetzt. Laut den Diplomatenkreisen laufen derzeit Gespräche, um ein neues Datum zu finden.

Tod eines Rechtsradikalen als Auslöser

Auslöser für Spannungen zwischen Frankreich und Italien war der gewaltsame Tod eines jungen Rechtsradikalen in Frankreich.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warf der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni indirekt eine unerwünschte Einmischung vor: "Ich bin immer wieder erstaunt zu sehen, dass Leute, die nationalistisch sind und nicht wollen, dass man ihnen reinredet, immer die Ersten sind, die kommentieren, was bei den anderen passiert", sagte Macron am Donnerstag am Rande. Es wäre besser, jeder würde sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, fügte er hinzu.

Meloni hatte nach dem Tod des 23-jährigen Quentin Deranque bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen rechts- und linksextremen Aktivisten in Lyon von einem "Klima des ideologischen Hasses" gesprochen, das sich ihrer Meinung nach in mehreren Ländern ausbreite. Der Fall sei "eine Wunde für Europa", schrieb sie im Onlinedienst X.

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