US-Präsident Donald Trump hat sich noch nicht entschieden, ob er den Befehl für einen Militärschlag gegen den Iran geben wird. Seine Streitkräfte stehen jedenfalls bereit. Es ist die größte US-Luftstreitmacht in dem Gebiet seit dem Irak-Krieg im Jahr 2003. Laut Berichten von CNN und CBS könnte ein Angriff bereits am Samstag stattfinden.
In der Zwischenzeit sendeten Teheran und Moskau jedoch ein klares Zeichen an Washington. Vor der Küste Iran probt man auf bis an die Zähne bewaffneten Kriegsschiffen für den Ernstfall. Schon am Montag hatte man in der Straße von Hormus ein gemeinsames Militärmanöver abgehalten und auf Ziele geschossen.
Experten orten darin ein klares Signal des Mullah-Regimes an den US-Präsidenten, berichtet "Bild". Es soll demonstriert werden, dass man im Falle eines US-Angriffs mit der Hilfe von Russland reaktionsfähig sei. Bereits am Mittwoch hat der russische Außenminister Sergei Lawrow die Drohungen aus Washington als "Spiel mit dem Feuer" bezeichnet und vor "realen Risiken eines nuklearen Zwischenfalls" gewarnt.
Am Donnerstag wählte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mildere Worte. Er hielt fest, dass Russland seine Beziehungen zum Iran vorantreiben würde. Gleichzeitig mahnte Peskow, dass Teheran und alle Seiten in der Region auf politisch-diplomatische Mittel setzen sollen, um Probleme zu lösen.