Am Mittwoch hat die US-Regierung von Donald Trump den ICE-Agenten mehr Befugnisse in Aussicht gestellt. Künftig sollen sie auch anerkannte Migranten, die auf eine Greencard warten, festnehmen.
Laut dem US-Heimatschutzministerium soll "diese Vorgabe zur Inhaftierung und Überprüfung" sicherstellen, dass Flüchtlinge, die sich bereits ein Jahr im Land aufhalten, neuerlich kontrolliert werden. Die Maßnahme würde zur "öffentlichen Sicherheit" dienen.
Damit bricht die US-Regierung mit einem Memorandum aus dem Jahr 2010. In diesem wurde festgehalten, dass das Fehlen eines dauerhaften Aufenthaltsstatus kein Grund für eine Abschiebung oder eine Inhaftierung sei.
Kritik kommt vonseiten der Flüchtlingshilfsorganisation AfghanEvac. Man sprach von einer "rücksichtslosen Abkehr von langjähriger Politik". Auch die Organisation HIAS machte ihre Bedenken öffentlich. Man befürchte, dass Tausende Menschen schweren Schaden erleiden könnten.
US-Präsident Donald Trump ist für seinen harten Kurs gegen Einwanderer bekannt. Derzeit werden 68.000 Personen von seinen ICE-Beamten festgehalten. Dies stellt einen Anstieg von fast 75 Prozent im Vergleich zum Beginn von Trumps Amtszeit dar.