Die Lage im Nahen Osten spitzt sich wieder zu. Am Samstag starteten Israel und die USA einen Großangriff auf den Iran, laut Medienberichten wurden mehrere Ziele in Teheran und weiteren Großstädten getroffen. Der Iran hat einen "vernichtenden Gegenschlag" angekündigt.
Die brisanten Geschehnisse bleiben auch in Österreich nicht unbemerkt. Am Samstagvormittag meldete sich Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) zu Wort. Auf X schrieb sie: "Meine oberste Priorität in dieser Krise gilt den Österreicherinnen und Österreichern. Ich habe im Außenministerium einen Krisenstab eingerichtet, der gerade tagt. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Botschaftern in der Region. Sie unterstützen alle Österreicher bei den Schritten, die jetzt notwendig sind."
Für Betroffene sowie für Personen, deren Angehörige sich in der Region aufhalten, steht die Notfallnummer +43 1 90115 4411 zur Verfügung. "Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie oder Angehörige Unterstützung brauchen", appellierte die Ministerin.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich ebenfalls zu den Geschehnissen im Nahen Osten geäußert. Die Entwicklungen im Iran seien "zutiefst besorgniserregend". Man sei in engem Kontakt mit allen Partnern in der Region. Sie bezog sich auf die Nuklearsicherheit und betonte die Wichtigkeit der Nicht-Verbreitung von Atomwaffen. Zudem erinnert sie an die EU-Sanktionen gegen das "mörderische Regime im Iran" und gegen die Revolutionsgarden. Die EU werde alle Maßnahmen zum Schutz von Unionsbürgern ergreifen.
Eine deutlich frühere Reaktion gab es aus Polen. Premierminister Donald Tusk erklärte bereits in den Morgenstunden, dass das Personal der polnischen Botschaft in Teheran in Sicherheit sei. "Wir sind aber auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Die polnische Geschlossenheit in Sicherheitsfrage ist heute besonders wichtig."
Staatspräsident Karol Nawrocki fügte hinzu, dass Polen über "die etablierten Kanäle der Allianz und Koalition" über die Militäraktion informiert gewesen sei. "Ich stehe in ständigem Kontakt mit den NATO-Verbündeten staatlichen Institutionen."