Infizierte Briten-Skilehrer feierten wochenlang Partys

Die Gruppe aus Großbritannien soll wilde Partys gefeiert haben.
Die Gruppe aus Großbritannien soll wilde Partys gefeiert haben.picturedesk.com (Symbolbild)
Eine Gruppe angehender Skilehrer aus Großbritannien soll die Virus-Mutation nach Tirol eingeschleppt haben. Offenbar wurden wilde Partys geschmissen.

Mehrere Personen aus Großbritannien wollten in Tirol eine Ausbildung zum Skilehrer machen und dürften dabei das mutierte Virus B117 nach Tirol gebracht haben. 17 Personen wurden mittlerweile in Jochberg positiv auf das Coronavirus getestet. Wo sich die Briten genau angesteckt haben, ist derzeit noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen. Laut "The Sun" sollen die Infizierten aber wochenlang wilde Partys gefeierten haben – und zwar nonstop!

Nach Informationen der britischen Boulevardzeitung soll vor Weihnachten eine 60-köpfige Gruppe aus dem Vereinigten Königreich nach Tirol gereist sein, um eine Ausbildung zum Skilehrer zu machen. Laut dem Bericht sollen Behörden aktuell davon ausgehen, dass sich die Personen in der Stadt Jochberg angesteckt und sich daraufhin ein Cluster gebildet haben dürfte.

Die Stadt werde nun streng abgesperrt und alle 1.500 Einwohner müssten getestet werden, berichtet "The Sun". Ein britischer Ausbilder erzählt gegenüber dem Boulevardblatt aber eine andere Geschichte: "Seit die Menge angereist ist, gab es eine Non-Stop-Party", wird die Quelle in der "The Sun" zitiert. Es soll dabei auch viele "Vermischungen zwischen den Haushalten gegeben haben und auch nicht auf genügend Abstand geachtet worden sein."

"Virus verbreitet sich wie ein Lauffeuer"

Laut dem Ausbilder seien die Briten alle in "drei Häusern untergebracht" und das Virus hätte sich wie ein "Lauffeuer zwischen ihnen ausgebreitet, da sie sich nicht an die Isolationsregeln gehalten haben" sollen. "Einige Personen waren ziemlich krank, aber die meisten leiden nicht allzu sehr unter den Symptomen und feiern immer noch", so die Quelle gegenüber der britischen Boulevardzeitung.

Österreich hatte am 22. Dezember alle Flüge aus Großbritannien verboten, um die Ausbreitung der britischen Corona-Mutation zu kontrollieren. Die Gruppe aus dem Vereinigten Königreich war aber bereits vier Tage zuvor ins Land eingereist. Ursprünglich hatten die Briten geplant gehabt, an einer Tiroler Skilehrerschule zu trainieren, aufgrund des Virus fanden aber keine Kurse statt.

Party statt Skikurse

Statt an Skilehrer-Kursen teilzunehmen, dürften sie also wilde Partys gefeiert und sich dabei gegenseitig angesteckt haben. Viele Österreicher zeigen sich über den Vorfall in Jochberg jedenfalls empört und sind mehr als verärgert, dass die Briten überhaupt ins Land einreisen konnten und danach offenbar gegen die Isolationsbestimmungen in Österreich verstoßen haben.

Während die Angst vor der Corona-Mutation in der Alpenrepublik umgeht und vermutlich auch immer mehr steigt, sind die Zahlen der täglichen Neuinfektionen weiter auf einem sehr hohen Niveau. Alleine in den letzten 24 Stunden hat es österreichweit insgesamt 3.510 Neuinfektionen und 53 Tote gegeben. Wie viele darauf auf die britische Virus-Variante zurückgehen, ist derzeit noch nicht bekannt.

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