Es sollten die schönsten Wochen ihres Lebens werden. Erst wenige Tage zuvor hatte Laura Viktoria Hartig in Südtirol geheiratet. Gemeinsam mit ihrem Ehemann wollte sie die Flitterwochen in den Bergen verbringen – und dort ihrem großen Hobby, dem Radsport, nachgehen.
Doch dann kam der 23. Juni: Die 30-Jährige war mit ihrem Rennrad auf der Passstraße am Sellajoch talwärts unterwegs. In einer Kurve stieß sie frontal mit einem entgegenkommenden Motorrad zusammen. Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass ihr Fahrrad in zwei Teile zerbrach.
Am Steuer des Motorrads saß Peter Runggaldier (57), nach Angaben der "Bild" ein ehemaliger Skirennläufer aus Gröden in Südtirol. Runggaldier holte 1991 WM-Silber in der Abfahrt und siegte 1995 im Super-G-Weltcup. Auch er wurde bei dem Unfall schwer verletzt.
Laura wurde noch an der Unfallstelle reanimiert und dann mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Bozen geflogen. Mehr als zwei Wochen kämpften die Ärzte um ihr Leben. Am 9. Juli erfolgte die Verlegung in eine Spezialklinik nach Murnau in Bayern, nahe ihrer Familie.
Doch die Hoffnung erfüllte sich nicht: Am Sonntagabend erlag die junge Frau aus Penzberg ihren schweren Verletzungen. Auf ihrem Instagram-Kanal "alltimelaura" versorgte die Influencerin ihre mehr als 50.000 Follower regelmäßig mit Bildern von Bergtouren und Abenteuern in der Natur.
Ihr letzter Post zeigte Bilder ihrer Traumhochzeit vor malerischer Alpenkulisse – nur zwei Tage vor dem Unglück. Die Staatsanwaltschaft in Trient prüft nun die Umstände des Unfalls und ob strafrechtliche Konsequenzen drohen.