Mit dem Tretroller quer durch Europa – dieser Challenge nahm sich der Wiener Professor Guido Pfeiffermann (57) an. Von Budapest bis Prag führt die 611 Kilometer lange Route des "Kickdistance"-Rennens. Gestartet wurde am 6. Juni um 07:00 Uhr morgens in Budapest – ohne längere Zwischenstopps machte sich der Wiener in seinem blitzblauen Sportanzug auf seinem Tretroller direkt Richtung Prag auf.
Eigentlich kommt der Wiener aus dem Laufsport, stieg dann jedoch wegen Knieproblemen auf den Roller um und fand seine neue Leidenschaft.
Auf Social Media lieferten Pfeiffermanns Töchter Julia und Victoria laufend Updates von Papas Roller-Reise. Guido hielt sich dabei stabil auf Platz drei. Zwischendurch wurde er von seinen Mädels mit Snacks versorgt – ein wichtiger Energie-Nachschub für den 57-jährigen Diabetiker. Besonders groß war die Freude mitten in der Nacht, als Guido die 300-Kilometer-Marke knackte.
Zuvor legte der Sportbegeisterte auch in Wien einen kurzen Stopp ein und posierte sogar einmal vor dem Riesenrad.
Am Nachmittag des 7. Juni postete Pfeiffermann dann selbst auf Facebook: "Ich musste nach 406 Kilometern aufgeben, Kickdistance also vorzeitig beenden". In einem Facebook-Video beruhigt er alle, die mit ihm mitgefiebert haben: "Ich habe nicht aufgehört, weil ich nicht mehr konnte oder wollte".
Der Wiener habe auf seinem Tachometer schlichtweg gesehen, dass er es "selbst durch ein Wunder" nicht mehr rechtzeitig ins Ziel geschafft hätte. Außerdem wolle er als Mitorganisator darauf achten, dass Siegerehrung und Co. am 8. Juni ordentlich über die Bühne gehen würden. Fest steht für ihn: "Das ist das härteste Kickdistance ever".