In der Klinik Ottakring wurde eine neue, hochmoderne Einheit zur Lungendiagnostik offiziell eröffnet. Mit dabei: Künstliche Intelligenz, 3D-Technologie und modernste Untersuchungsgeräte, die künftig dabei helfen sollen, Lungenkrebs noch früher und genauer zu erkennen.
Lungenkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Todesursachen bei Krebserkrankungen. Umso wichtiger ist eine rasche und präzise Diagnose. Genau hier setzt die neue Einrichtung im Pavillon 26 an. Herzstück der Einheit ist eine KI-gestützte Navigations-Bronchoskopie, mit der selbst kleinste Veränderungen in der Lunge punktgenau untersucht werden können.
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) betonte bei der Eröffnung die Bedeutung der Investition: "Mit der neuen Einheit für Lungendiagnostik stärken wir die moderne Lungenmedizin in Wien und investieren gezielt in innovative Untersuchungen auf höchstem Niveau. Die neuen Geräte ermöglichen präzisere Diagnosen, schnellere Abläufe und unterstützen die Früherkennung von Lungenkrebs".
Die neue Technologie nutzt eine KI-unterstützte 3D-Visualisierung, um verdächtige Bereiche in der Lunge millimetergenau anzusteuern. Das erhöht die Trefferquote bei Gewebeentnahmen deutlich und kann belastende Wiederholungseingriffe vermeiden.
"Die neue Einheit für Lungendiagnostik in der Klinik Ottakring zeigt eindrucksvoll, wie moderne Infrastruktur, Digitalisierung und medizinische Expertise zusammenwirken. Damit schaffen wir eine noch effizientere und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für unsere Patientinnen sowie ein modernes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiterinnen", so der Ärztliche Direktor der Klinik Ottakring, Peter Gläser.
Ein besonderer Vorteil für Betroffene: Die neue Einheit bündelt zahlreiche Untersuchungsmethoden an einem Standort. Dazu zählen Bronchoskopien, Thorakoskopien, Ultraschalluntersuchungen und Schnellzytologien. Durch die enge Zusammenarbeit von Pneumologie, Anästhesie und Pathologie können viele Abläufe beschleunigt werden.
Wer bereits einen CT-Befund mit Tumorverdacht hat, erhält häufig noch am selben Tag einen Untersuchungstermin. Zudem wird direkt nach der Gewebeentnahme überprüft, ob ausreichend Tumorzellen für eine sichere Diagnose vorhanden sind.
Georg-Christian Funk, Vorstand der 2. Medizinischen Abteilung mit Pneumologie, erklärt: "Für Patient*innen bedeutet die neue Technologie vor allem schnellere Gewissheit und weniger belastende Eingriffe. Durch die hohe Präzision und interdisziplinäre Zusammenarbeit können wir Diagnosen heute deutlich effizienter und zielgerichteter durchführen. Dadurch steigen die Chancen auf eine zeitnahe und exakte Behandlung".
Nicht nur Patientinnen und Patienten sollen profitieren. Auch für die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses wurde investiert. Die technische Infrastruktur wurde umfassend modernisiert. Ein hochmoderner Bronchoskopie-Simulator ermöglicht realitätsnahe Trainings und das Üben unterschiedlichster Krankheitsbilder.