Wenn die Rennradtrikots von Philipp Altenberger eines nicht sind, dann trist, farblos und langweilig. Der Wiener hat es sich zur Aufgabe gemacht, mehr Individualität auf die Straßen und Radwege der Welt zu bringen. In der "Trikoterie" verkauft er künstlerisch gestaltete und streng limitierte Radtrikots.
Ursprünglich als Hobbyprojekt nebenbei entstanden, feiert die Marke heuer ihren 10. Geburtstag. Die Liebe zum Radfahren hat der Gründer vor rund 15 Jahren entdeckt. "Ich bin früher immer mit dem Auto ins Büro gefahren", gesteht Altenberger. Heute legt der 41-Jährige nahezu alle Wege mit dem Drahtesel zurück, auch bei Regen und Schnee.
Über Bekannte ist Altenberger dann auch in die Rennradszene "gekippt" und eine Zeit lang hobbymäßig bei Rennen mitgefahren. Besonders gern fährt er im Wienerwald. "Ich habe Spaß am langen Fahren", erzählt er. Auch sportliche Herausforderungen – etwa eine Radtour von Wien nach Villach – nimmt er mit Begeisterung an.
Wenn man fürs Rennradfahren eines braucht, dann natürlich ein Trikot. "In herkömmlichen Sportfachgeschäften findet man immer nur die selben Marken, sie schauen auch alle ähnlich aus und haben mich nie besonders angesprochen", erzählt Altenberger. So begann er, sich ein eigenes Trikot zu gestalten – und schnell wurde daraus ein Geschäftsmodell.
Der Wiener arbeitet jedes Jahr mit verschiedenen Künstlern aus Wien und Europa zusammen, die seine Radtrikots designen. Jeweils 100 Stück davon verkauft Altenberger dann in der "Trikoterie" – online oder im Shop in der Stumpergasse 48 (Wien-Mariahilf). "Wir hatten schon Künstler aus Brasilien, Barcelona oder Warschau. Mittlerweile bewerben sich die Artists sogar bei mir. Die meisten haben einen persönlichen Bezug zum Radfahren und finden es cool, ihre kreativen Ideen auf Trikots festzuhalten", erzählt Altenberger.
Die Trikots bestehen zum Großteil aus recycelten Basis-Materialien, die aus Plastikmüll hergestellt werden (rPET). Produziert wird in Italien. Die Trikots gibt es für Männer und Frauen – sie sind für Profis sowie für Freizeitfahrer geeignet. Preis: 139 Euro. Zusätzlich werden auf Anfrage ab 10 Stück auch verschiedene Produkte wie Trikots, Kappen, Socken oder Shirts mit Wunschdesign produziert – etwa für Events oder Vereine.
Die Rennradszene boomt – und damit auch die Nachfrage nach Altenbergers Trikots. "Ich hatte sogar schon Kunden aus Kanada und Neuseeland", erzählt er stolz. Auch erste Kooperationsanfragen gibt es bereits: Schon bald will ein Fahrradhersteller einen Rahmen passend zu einem seiner Trikots gestalten.
Die Trikoterie:
Adresse: Stumpergasse 48, 1060 Wien
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 15 bis 18 Uhr
Kontakt: [email protected]
Online-Shop: www.trikoterie.at
Wenn die "Trikoterie" eines vermitteln will, dann vor allem: Radfahren soll Spaß machen. "Egal, wie weit oder wie schnell jemand fährt – jeder soll ein Trikot tragen können, das aus der Reihe tanzt und in dem man sich wohlfühlt. Es ist ein funktionales Kleidungsstück, kann aber trotzdem ein Statement sein", so Altenberger.