Handy in der Hand, Fahren gegen die Einbahn, Stopptafeln werden ignoriert: Im 17. Wiener Gemeindebezirk rücken vermehrt Radfahrer in den Fokus verärgerter Anrainer. Fotos und Videos zeigen jetzt, wie genau es Radfahrer im Alltag mit den Verkehrsregeln nehmen.
Die "Raus aus dem Asphalt"-Initiative der Stadt Wien verfolgt ein klares Ziel: Bis 2030 sollen im Straßenraum rund 85.500 Quadratmeter begrünt und zeitgleich Parkplätze vernichtet werden. Mit unzähligen neuen Radwegen möchte man den Umstieg aufs Rad zeitgleich attraktiver machen.
In Wien-Hernals macht sich die Öko-Offensive durchaus bemerkbar, täglich fahren Dutzende Radfahrer an einem "Heute"-Leser vorbei. Einen guten Eindruck hinterlassen die Zweirad-Lenker mit ihrem Verhalten aber nicht.
An der Kreuzung Blumengasse Ecke Lacknergasse etwa verschlug es dem Leser und Anrainer am Dienstag die Sprache: "Ein Radfahrer, der nichts von Vorschriften und Gesetzen hält, fährt mit dem Handy in der Hand seelenruhig langsam über die Kreuzung, an der er eine Stopptafel missachtet. Das erlebe ich leider jeden Tag!"
Ähnlich die Lage nur wenige Minuten später im Kreuzungsbereich zwischen der Pezzlgasse und Hormayrgasse. Dort sah der Anrainer eine Radfahrerin, die durch eine Einbahn fuhr und in weiterer Folge ohne Rücksicht auf Verluste über den Kreuzungsbereich düste.
Radler mit Smartphones in der Hand sowie Zweiradfahrer, die auf geltende Verkehrsregeln pfeifen, sind nicht nur für die Lenker selbst gefährlich. Auch für Fußgänger mutiert Fehlverhalten am Rad zur schleichenden Gefahr, allein am Dienstag und Mittwoch schoss der Leser mehrere Aufnahmen von rücksichtslosen Radlern.