"Heute"-Leserin Anna* (Name von der Redaktion geändert) fuhr am Dienstag gegen 20.30 Uhr ihre übliche Strecke nach Hause, doch auf der Schönbrunner Straße im 12. Wiener Gemeindebezirk wurde sie plötzlich überrascht.
Auf der sonst viel befahrenen Schönbrunner Straße Ecke Grieshofgasse stellten Arbeiter mehrere Hütchen auf und sperrten den linken Fahrstreifen. Ein Gebotszeichen wies außerdem darauf hin, dass das Ausweichen auf die rechte Spur notwendig sei.
Ein weiteres Verkehrszeichen brachte die Autofahrerin aus der Fassung, eine sehr unübliche Geschwindigkeitsbeschränkung. Im Stadtgebiet sind bei erlaubten 50 km/h und einer Baustelle in den meisten Fällen nur 30 km/h erlaubt – nicht aber am Dienstag in Meidling. Das Schild zeigte, dass maximal 80 km/h erlaubt seien – ein Leservideo zeigt die kuriosen Szenen.
Mehrere Autofahrer sollen laut Anna keine Sekunde gezögert und aufs Gaspedal gedrückt haben: "Dort stand ein Schild mit einer 80er-Zone, es sind aber nur 50 erlaubt. Alle fahren dort wie verrückt und tatsächlich 80 km/h! Ich habe beim Vorbeifahren einen Schock bekommen – ich dachte, es würde irgendein Rennen stattfinden."
Seitens der MA 28 Straßenverwaltung und Straßenbau gab es auf Anfrage von "Heute" noch keine Reaktion zu der 80er-Zone. Jedenfalls finden hier seit dem 13. April und bis 3. Juli 2026 im Bereich Schönbrunner Straße / Grieshofgasse unterirdische Kanalarbeiten statt. Das Schild mit der 80er-Begrenzung dürfte wohl irrtümlicherweise aufgestellt worden sein.
Deshalb erfolgt in der Nacht zwischen 19.00 und 5.00 Uhr die Sperre des linken Fahrstreifens. "Der Verkehr wird einspurig über den verbleibenden rechten Fahrstreifen geführt. Außerhalb der angegebenen Arbeitszeiten kommt es zu keinen Behinderungen für den Verkehr", heißt es auf der Homepage der Stadt Wien.