Gute Nachrichten für die Linzer City: Die Innenstadt bleibt ein heißes Pflaster für den Handel. Der aktuelle "City Retail Report Österreich 2025/26" zeigt: Leerstände sind selten – und werden sogar weniger.
Konkret liegt die Quote aktuell bei 2,8 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 3 Prozent. Damit liegt Linz deutlich unter dem Schnitt der österreichischen Primärstädte – dort liegt der Schnitt bei 4,8 Prozent.
Auch politisch wird das Ergebnis positiv eingeordnet: "Linz ist weiterhin ein attraktiver Standort für den Einzelhandel, der gleichzeitig Platz für neue Shops und Konzepte bietet", sagt der zuständige Stadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ).
Tatsächlich zeigt die Studie: Linz hat nicht nur wenig Leerstand, sondern auch ordentlich Fläche. Nach Graz weist die Stadt die zweitgrößte innerstädtische Verkaufsfläche der Bundesländer auf. In den Toplagen stehen rund 83.700 Quadratmeter zur Verfügung – mehr bietet nur die Wiener Mariahilfer Straße.
Auch Linzer-City-Ring-Obmann Matthias Wied-Baumgartner freut sich über die Ergebnisse der Studie: "Durch das neue Standortmanagement, das beim Linzer City Ring angesiedelt ist, werden die Kräfte gebündelt, um unsere Innenstadt zukünftig noch attraktiver zu gestalten, neue Konzepte in Linz anzusiedeln und Altbewährtes zu stärken."
Ganz ohne Herausforderungen geht es aber nicht. Der Onlinehandel sorgt weiterhin für Druck auf den stationären Handel: "Die Situation hat sich verbessert", sagt Klaus Schobesberger, WKO Linz-Stadt Bezirksstellenobmann. "Gleichzeitig braucht die Linzer Innenstadt eine laufende Weiterentwicklung."
Entscheidend seien etwa gute Erreichbarkeit, ausreichend Ladezonen und moderne Parklösungen. Auch an der Aufenthaltsqualität wird geschraubt: "Eine hohe Aufenthaltsqualität hält Besucher länger in der Stadt – davon profitieren Handel, Gastronomie und Dienstleistungen gleichermaßen", betont er.