Raumwärme macht etwa zwei Drittel des Energiebedarfs in privaten Haushalten aus. Gebäude zu heizen, verursacht in Deutschland über ein Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs. Das ist ein großer Anteil, weshalb Wissenschaft und Industrie nach besseren Dämmmaterialien suchen. Bisher werden dazu rund 40 Zentimeter dicke Hartschaumplatten eingesetzt.
Wie forschung-und-wissen.de berichtet, hat das Start-up V21 nun eine neue Lösung vorgestellt: Dämmelemente aus zwei getrennten Edelstahlschichten mit einem nahezu vollständigen Vakuum dazwischen. Das Funktionsprinzip entspricht also einer Thermoskanne. Damit die Stabilität erhalten bleibt, nutzt das Unternehmen gewellte Stahlschichten, die keine zusätzliche Stützkonstruktion im Inneren benötigen.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme hat die Wirksamkeit dieser Dämmelemente unabhängig überprüft und die Angaben des Start-ups bestätigt. Bei einem Test mit fünf Zentimeter dicken Edelstahldämmelementen erreichte eine Containerwand einen U-Wert von 5 - das entspricht etwa einer 20 Zentimeter dicken herkömmlichen Ziegeldämmung. Die Bauelemente sind außerdem nicht brennbar, da kein Kunststoff verwendet wird, lassen sich recyceln und halten lange.
Das Start-up V21 sieht auch weitere Einsatzmöglichkeiten für die Technologie: Das Dämmen von Wohncontainern oder Elektroauto-Batterien könnte mit den dünnen Elementen ebenfalls funktionieren. Die Produktion soll in anderthalb Jahren starten. Wie teuer die Dämmelemente sein werden, ist noch nicht bekannt.