Schall und Rauch statt Geldregen: Schon seit 11. März muss sich der überaus geschäftige Geschäftsmann Danny K. (53) am Wiener Landl verantworten. Die Staatsanwaltschaft Wien wirft dem Niederländer gewerbsmäßigen schweren Betrug sowie die Fälschung verschiedener Urkunden und Bank-Dokumente vor. Unter den Betroffenen finden sich illustre Namen – wie Ex-Vizekanzler Heinz Christian Strache (56), wir berichteten.
Danny K., Werkstattbetreiber und Bentley-Fahrer, sitzt schon seit über einem Jahr in U-Haft. Diese dürfte ihn schon mürbe machen – denn nach einer Beratung mit Star-Anwältin Astrid Wagner gab es eine Überraschung vor Gericht. Am Mittwoch räumte der 53-Jährige nun auch bei dem Betrugsvorwurf einen bedingten Vorsatz ein. Damit dürfte das Verfahren schneller zu Ende gehen als geplant.
"Ich bin einfach dumm gewesen, ich hätte das Geld zurückzahlen müssen", so der Angeklagte. Er habe "falsche Entscheidungen getroffen", das tue ihm auch leid. Er habe Vorschüsse von Leuten empfangen, die eine "schlechte Kreditwürdigung" hatten, so Danny K. Der Senat zeigte sich nicht überzeugt von der Schuldeinsicht des Angeklagten. Das sei die gleiche Verantwortung, wie bisher. Auf die Frage, ob er es ernstlich für möglich gehalten und sich damit abgefunden habe, Menschen zu betrügen, meinte der 53-Jährige schließlich: "Ein bisschen."
2021 ließ er sich nach angeblich "aus Liebe" in Wien nieder. Geschäftspartnern erzählte er von einer "Ärztin" an seiner Seite. Vor Gericht räumte er nun ein, dass es sich tatsächlich um eine Arzthelferin gehandelt habe.
Danny K's anderer Verteidiger Gerhard Podovsovnik sprach von einem "vollen Geständnis". Nach seinen Angaben soll es laut "Standard" deshalb schon beim nächsten Verhandlungstermin am 17. August ein Urteil geben. Laut Staatsanwalt entstand ein Schaden von knapp über 1,6 Millionen Euro. Bei weiteren 400.000 Euro blieb es demnach beim Versuch. Für den Danny K. gilt die Unschuldsvermutung.