Trumps Wirtschaftskrieg gegen den Iran zeigt massive Wirkung. Nach mehr als sechs Monaten Krieg haben die USA den wirtschaftlichen Druck auf Teheran enorm erhöht.
Das zentrale Problem: Es kommt kaum noch Geld ins Land – und kaum noch Rohöl hinaus.
Besonders hart treffen die sogenannten Sekundärsanktionen, die auch für potenzielle Geschäftspartner des Iran gelten.
Damit werden Dollar-Transaktionen gestoppt, die für Ölverkäufe und den Import wichtiger Güter erforderlich sind. Die US-Blockade der Ölexporte hat die Haupteinnahmequelle Teherans vollständig versiegen lassen.
Ein dramatisches Detail: Die Benzinvorräte des Landes reichen nur noch für weitere zwei Monate, heißt es auf N-TV unter Berufung auf Insider. Wegen begrenzter Raffineriekapazitäten muss der Iran trotz eigener Ölproduktion Treibstoff importieren.
Die iranische Währung Rial ist auf ein Rekordtief gefallen. Die offizielle Inflationsrate liegt bei 69,9 Prozent. Besonders hart: Lebensmittel, Getränke und Tabak sind fast doppelt so stark im Preis gestiegen.
Das durchschnittliche Monatsgehalt von umgerechnet rund 125 Dollar reicht bei Weitem nicht aus, um die nötigsten Haushaltsausgaben von etwa 450 Dollar zu decken. "Wir werden jeden Tag ärmer", sagt eine 34-jährige Angestellte aus Teheran.
Zusätzlich belastet: Mitte August setzten die Vereinigten Arabischen Emirate den gesamten Handels- und Finanzaustausch mit Teheran aus – nachdem der Iran die mit den USA verbündeten Emirate angegriffen hatte.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat unterdessen "erhebliche Ungleichgewichte" in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin eingeräumt. Sein Land sei mit einem "umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg" konfrontiert.