Kuba ist erneut von einem landesweiten Blackout getroffen worden. Der staatliche Energieversorger UNE sprach von einer "vollständigen" Unterbrechung der Stromversorgung. Sowohl in der Hauptstadt Havanna als auch in anderen Teilen der kommunistisch regierten Karibikinsel gingen schlagartig die Lichter aus. Wie lange der Ausfall andauern wird, war zunächst unklar.
Das kubanische Stromnetz gilt seit Jahren als äußerst störanfällig. Immer wieder kommt es wegen der maroden Infrastruktur und veralteter Kraftwerke zu großflächigen Ausfällen.
Zusätzlich verschärft sich die Energiekrise durch fehlenden Treibstoff. Nach einer im Jänner von US-Präsident Donald Trump verhängten Ölblockade wurden die Lieferungen für kubanische Kraftwerke unterbrochen, wodurch die Stromversorgung weiter unter Druck geriet.
Kuba steckt seit Jahren in einer tiefen wirtschaftlichen Krise, die als die schwerste seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion gilt. Neben Versorgungsengpässen leidet das Land auch unter den US-Sanktionen.
Trump hat mehrfach deutlich gemacht, dass er einen Machtwechsel in Kuba anstrebt. Die Spannungen zwischen Washington und Havanna belasten die ohnehin schwierige Lage der Insel zusätzlich.