"Im Kriegsfeuer verbrennen"

Mullahs drohen EU-Ländern mit brutalen Angriffen

Der Iran verschärft seinen Ton gegenüber der EU. Alle Staaten, die mit den USA kooperieren, müssten mit Konsequenzen rechnen, warnt Teheran.
Newsdesk Heute
03.08.2026, 07:41
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Der Iran verschärft im Nahost-Konflikt seinen Ton und richtet scharfe Warnungen an mehrere europäische Staaten. Teheran macht deutlich: Länder, die den USA oder deren Verbündeten militärische Unterstützung für Angriffe auf den Iran gewähren, müssten mit Konsequenzen rechnen.

Warnung vor "feindseligen Aktionen"

Außenminister Abbas Araghchi warnte laut der regierungsnahen Nachrichtenagentur Fars in Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Großbritannien, Bulgarien und Zypern davor, Staatsgebiet oder Militärbasen für Angriffe auf den Iran bereitzustellen. Jede Beteiligung an "feindseligen Aktionen" werde Verantwortung nach sich ziehen, so Araghchi.

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Besonders Großbritannien steht im Mittelpunkt der iranischen Kritik. Araghchi erklärte dem britischen Außenminister Ed Miliband, dass ein Staat, der sein Territorium oder seine Infrastruktur für Angriffe auf ein anderes Land zur Verfügung stelle, selbst als "Aggressor" gelte. Das angegriffene Land habe dann das Recht auf "legitime Verteidigung".

Hintergrund sind Berichte, wonach die USA britische Militärstützpunkte wie Akrotiri auf Zypern oder Diego Garcia im Indischen Ozean für Operationen gegen den Iran nutzen könnten. London weist allerdings zurück, an einem Krieg gegen den Iran beteiligt zu sein, und betont weiterhin die Bedeutung diplomatischer Lösungen.

Sogar EU-Länder im Visier

Auch Bulgarien geriet ins Visier Teherans. Grund ist die Entscheidung des Parlaments, die Stationierung von US-Kampfflugzeugen auf dem Luftwaffenstützpunkt Bezmer zu erlauben. Das iranische Außenministerium spricht von einem Verstoß gegen das Völkerrecht und fordert eine Neubewertung der Entscheidung.

Gegenüber Zypern forderte Araghchi, die Nutzung ausländischer Militärbasen auf der Insel für mögliche Angriffe gegen den Iran zu verhindern. Die zypriotische Regierung versicherte laut iranischen Angaben, die Stützpunkte würden nicht gegen den Iran eingesetzt.

"Im Kriegsfeuer verbrennen"

Noch schärfer äußerte sich das iranische Militär. General Ali Abdollahi vom Hauptquartier Khatam al-Anbia warnte Staaten, die eng mit den USA kooperieren. "Jedes Land, das sich als Schutzschild für das kriminelle und aggressive Amerika anbietet, wird im Feuer des Krieges verbrennen." Zugleich warf er den Vereinigten Staaten vor, die Spannungen in der Region weiter anzuheizen.

Die Drohungen erfolgen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit schweren Angriffen gedroht haben soll. US-Medien berichten, Washington prüfe weitere militärische Schläge, darunter auch gegen die iranische Energieinfrastruktur.

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