Am Samstag haben Israel und die USA einen Großangriff auf Ziele im Iran gestartet. Mittlerweile geht Israel davon aus, dass Ali Chamenei bei den Angriffen getötet worden sein könnte – der iranische Außenminister widerspricht.
Auch in Österreich schlägt die Eskalation im Nahen Osten hohe Wellen: Am Samstagvormittag wurde im Außenministerium in Wien ein Krisenstab einberufen, der die Lage koordiniert und stets neu bewertet. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte, ihre "oberste Priorität in dieser Krise gilt den Österreicherinnen und Österreichern" und erklärte, dass man in engem Kontakt mit den österreichischen Botschaften in der Region stehe, um Betroffene zu unterstützen.
Für Personen mit Angehörigen im Nahen Osten wurde eine Notfallnummer bereitgestellt. Gleichzeitig weisen EU-Partner wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf die Bedeutung der Nicht-Verbreitung von Atomwaffen und auf die Notwendigkeit verstärkter Schutzmaßnahmen für EU-Bürger hin.
Wenige Stunden später äußerte sich Bundeskanzler Christian Stocker zu der sich zuspitzenden geopolitischen Lage. Er warnte vor einer "allergrößten Sorge" angesichts der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten und betonte, dass der Schutz von Zivilisten höchste Priorität habe. Er forderte eine Rückkehr zur Diplomatie und einen entschiedenen Einsatz für Deeskalation.
In Österreich haben die Sicherheitsbehörden laut Innenministerium die Maßnahmen zum Schutz von iranischen, israelischen und amerikanischen Einrichtungen an die neue Lage angepasst, hieß es auf Anfrage der APA.
Die Situation werde gemeinsam mit dem Verfassungsschutz und im engen Austausch mit Sicherheitsbehörden im Ausland "intensiv beobachtet", um gezielte Präventionsstrategien und ein Höchstmaß an Sicherheit für die Menschen in Österreich zu gewährleisten.
Dabei besteht laut Ministerium aktuell für Österreich – wie für viele andere europäische Staaten – eine erhöhte Bedrohungslage, aber keine konkrete Gefährdung.