Im Iran dauert die im Zuge der Proteste gegen die staatliche Führung verhängte Internetsperre auch nach zweieinhalb Tagen weiter an. Laut der Organisation Netblocks ist der Zugang zum Netz im Land mittlerweile seit über 60 Stunden blockiert.
Netblocks schrieb am Sonntag in einer Mitteilung auf X: "Die Zensurmaßnahme stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit und das Wohlergehen der Iraner in einem für die Zukunft des Landes entscheidenden Moment dar."
Am Samstagabend sind im Iran wieder viele Menschen gegen die Führung des Landes auf die Straße gegangen. Im Norden von Teheran haben Protestierende auf Töpfe geschlagen und Slogans gerufen, um die Familie des 1979 gestürzten Schahs zu unterstützen. Das zeigt ein von der Nachrichtenagentur AFP überprüftes Video.
Die Proteste im Iran haben Ende Dezember wegen der schlechten Wirtschaftslage begonnen. In der Nacht auf Freitag hat es im Iran die bisher größten Demonstrationen seit Beginn der Protestwelle gegeben. In mehreren Städten haben die Protestierenden lautstark ihren Ärger gegen die religiöse und politische Führung des Landes gezeigt. Daraufhin haben die Behörden im ganzen Land das Internet abgeschaltet. Trotzdem sind auch in den darauffolgenden Nächten weitere Proteste abgehalten worden.