Umsteige-Hotspots betroffen

Iran-Krieg – was jetzt mit Asien-Urlauben passiert

Dubai, Doha, Abu Dhabi sind zentrale Umsteigepunkte für Europa-Asien-Flüge. Reiseexperten erklären nun, wie sich die Lage entwickeln könnte.
Heute Life
08.03.2026, 22:03
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Die Eskalation im Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat auch Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Wer plant, heuer noch nach Asien zu reisen – oder bereits Flüge gebucht hat – für den bleibt es spannend. Besonders im Fokus stehen dabei wichtige Drehkreuze im Golfraum wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha. Diese Flughäfen gehören zu den wichtigsten Umsteigepunkten für Flüge zwischen Europa und Asien – und sind derzeit teilweise vom angespannten Sicherheitsumfeld betroffen.

Flugverkehr im Golfraum teilweise eingeschränkt

Mehrere Länder im Nahen Osten haben zuletzt ihren Luftraum zeitweise geschlossen oder Flugverbindungen reduziert, nachdem Raketenangriffe und militärische Aktionen in der Region zugenommen hatten. Dadurch kam es zu Flugausfällen, Umleitungen und Verspätungen, die auch Reisende aus Europa betreffen.

Für viele Passagiere sind Flughäfen wie Dubai International, Abu Dhabi oder Doha zentrale Umsteigepunkte auf dem Weg nach Thailand, Indonesien, Japan oder Australien. Wenn diese Drehkreuze eingeschränkt arbeiten, hat das Auswirkungen auf den gesamten globalen Flugverkehr.

Für folgende Länder besteht weiterhin eine Reisewarnung: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien, Vereinigte Arabische Emirate. Für Oman und Saudi-Arabien gilt Sicherheitsstufe 3 (hohes Sicherheitsrisiko).

Prognosen für Sommer derzeit schwierig

Wie sich die Lage bis zur kommenden Urlaubssaison entwickelt, lässt sich derzeit schwer abschätzen. Der Österreichische Reiseverband betont auf Anfrage von "Heute", dass eine seriöse Prognose aktuell noch nicht möglich sei:

"Wir denken, dass derzeit für den Sommer 2026 noch keine seriösen Prognosen möglich sind, in welchem Ausmaß Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate wieder möglich sein werden. Ganz wesentlich ist die Einschätzung des BMEIA und die damit verbundene Sicherheitseinstufung, diese gilt es abzuwarten und nur bei niedriger Sicherheitsstufe – und erst dann – werden die Reisebüros Kunden für diese Destination buchen. Zudem ist anzumerken, dass die VAE natürlich eher eine Winter – denn Sommerdestination sind – die Anfrage geht also saisonbedingt eher zurück."

Drehkreuze für Asien-Flüge besonders wichtig

Besonders relevant sind die Flughäfen im Golfraum für Langstreckenflüge nach Asien. Viele Airlines – etwa Emirates, Qatar Airways oder Etihad – verbinden Europa mit zahlreichen asiatischen Metropolen über ihre Drehkreuze in der Region.
Der Reiseverband geht jedoch davon aus, dass diese Umsteigeflughäfen relativ schnell wieder normal funktionieren könnten, sobald die Sicherheitslage stabil ist:

"Wesentlich ist allerdings die Rolle als Drehkreuz für Flüge in den asiatischen Raum. Wir denken, dass diese Umsteigeflughäfen bald wieder perfekt funktionieren werden, es hängt von der Sicherheit ab, sobald sie freigegeben sind, wird man sie sicher benutzen können."

Reisende sollten Lage weiter beobachten

Für Urlauber bedeutet das derzeit vor allem eines: Geduld und Aufmerksamkeit für die Sicherheitslage. Offizielle Reisehinweise und Einstufungen der Behörden – etwa des österreichischen Außenministeriums – werden entscheidend dafür sein, wann Reisen in die Region wieder uneingeschränkt möglich sind.
Fest steht jedoch auch: Sobald der Luftraum wieder vollständig freigegeben wird, dürften Dubai, Abu Dhabi und Doha schnell wieder ihre Rolle als globale Flug-Drehkreuze einnehmen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.03.2026, 22:03
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