Internet-Sperre im Krieg

Iran nimmt Starlink-Verkäufer fest

Das iranische Regime verschärft sein Vorgehen gegen illegale Satelliten-Terminals. Dutzende Menschen wurden verhaftet.
Technik Heute
01.04.2026, 15:30
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Im Iran haben die Behörden eine groß angelegte Aktion gegen Nutzer und Verkäufer von Starlink-Terminals gestartet. Der Satelliteninternetdienst von Elon Musk ist eine der letzten Möglichkeiten für die Bevölkerung, die strikte Internetzensur zu umgehen.

Insgesamt wurden 139 Starlink-Geräte beschlagnahmt und 46 Personen festgenommen. Die Behörden haben zudem mehrere Bankkonten von Starlink-Nutzern gesperrt.

Starlink als Fenster zur Welt

Wie heise.de unter Berufung auf Bloomberg berichtet, stammen die Informationen von der halboffiziellen iranischen Nachrichtenagentur ISNA. Die ersten Verhaftungen fanden demnach bereits Ende vergangener Woche statt.

Nach Schätzungen der Menschenrechtsgruppe Holistic Resilience gibt es im Iran rund 50.000 Starlink-Terminals. Offiziell ist der Dienst nicht zugelassen. Die Geräte werden illegal ins Land geschmuggelt und unter der Hand gehandelt. Wer Starlink nutzt, riskiert drastische Strafen.

Internet praktisch abgeschaltet

Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzung ist das Internet im Iran praktisch vollständig abgeschaltet. Starlink gehört damit zu den wenigen verbliebenen Wegen, um Informationen ins Land und aus dem Land herauszubringen.

Das Regime will offenbar jede Verbindung zur Außenwelt kappen. Gerade in Krisenzeiten nutzen viele Iraner die Satelliten-Terminals, um sich über das Geschehen zu informieren und mit der Welt zu kommunizieren.

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