Bei einem Treffen in Teheran haben die Außenminister des Iran und des Oman über ein Rahmenabkommen für einen temporären Korridor durch die Straße von Hormus gesprochen.
Auch ein Minenräumprojekt in der an beide Staaten grenzenden Meerenge war Thema bei dem Gespräch, wie aus einer gemeinsamen Erklärung hervorgeht, die am Dienstag vom omanischen Außenministerium veröffentlicht wurde. Die technischen Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung werden demnach fortgesetzt.
Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi traf am Dienstag den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in Teheran. Ziel sei es, "Frieden und Sicherheit in der Region zu stärken", wie das iranische Außenministerium erklärte.
Kurz nach dem Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar hatte Teheran die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Meerenge de facto geschlossen. Die Energiepreise stiegen dadurch stark an.
Teheran verlangt für die Durchfahrt eine Genehmigung sowie eine Maut. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade iranischer Häfen.
Im August hatte Teheran erklärt, sich mit dem Oman auf eine neue Route für die Durchfahrt durch die Meerenge geeinigt zu haben. Eine offizielle Bekanntgabe steht jedoch noch aus.
Der Iran betont allerdings: Selbst bei einer Einigung würde die Wasserstraße nicht automatisch öffnen. Dafür müssten die USA zuerst Teherans Forderungen erfüllen, einschließlich der Aufhebung der Blockade iranischer Häfen.