"Krieg gegen Gott"

Iran vollstreckt zwei Hinrichtungen nach Protesten

Im Iran wurden erneut zwei Männer wegen regierungskritischer Proteste hingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren die Zunahme der Exekutionen.
Newsdesk Heute
28.07.2026, 11:09
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Im Iran sind erneut zwei Männer hingerichtet worden. Sie waren wegen ihrer Beteiligung an den regierungskritischen Protesten im Winter verurteilt worden. Laut der iranischen Justiz sollen die beiden am 8. Jänner "Polizeibeamte mit Macheten und Messern angegriffen, sie an Verkehrsschilder gefesselt, über den Boden geschleift, mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt" haben. Das wurde am Dienstag über die Nachrichtenplattform Misan bekanntgegeben.

Die Männer wurden unter anderem wegen "Korruption auf Erden" und "Krieges gegen Gott" (Moharebeh) angeklagt. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr sind die Verurteilten auf einem Platz in der Stadt Malekschahr in der zentralen Provinz Isfahan öffentlich gehängt worden.

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Mehr als 3.000 Tote bei Protesten

Ende Dezember hatten sich die Proteste wegen der schlechten Wirtschaftslage im Iran schnell zu großen Demonstrationen gegen die politische Führung ausgeweitet. Am 8. und 9. Jänner erreichten die Proteste ihren Höhepunkt.

Teheran räumte danach ein, dass es mehr als 3.000 Tote gegeben habe. Die Gewalt wurde auf von den USA und Israel gesteuerte "Terrorakte" zurückgeführt. Ausländische Menschenrechtsorganisationen sprechen dagegen von einer staatlichen Niederschlagung der Proteste mit tausenden Toten.

Nichtregierungsorganisationen berichten, dass der Iran nach China das Land ist, in dem die Todesstrafe am häufigsten vollstreckt wird. Seit Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar haben die Hinrichtungen laut diesen Organisationen weiter zugenommen, besonders im Zusammenhang mit den Demonstrationen im Jänner.

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