Die Ölreserven, die der Iran auf Tankern lagerte und über Jahre an China verkaufte, sind komplett erschöpft.
"Es gibt kein Öl mehr, das an China entladen werden kann", erklärte Homayoun Falakshahi, Leiter der Rohölanalyse bei Kpler.
Auf ihrem Höhepunkt umfassten diese Reserven fast 90 Millionen Barrel Öl. Bis zum 5. Oktober sanken sie auf weniger als eine Million Barrel - inzwischen sind sie vollständig aufgebraucht.
Wie die Jerusalem Post unter Berufung auf das Wall Street Journal meldet, könnten die Folgen für Irans ohnehin angeschlagene Wirtschaft dramatisch sein. Die Ölverkäufe machen etwa 30 bis 40 Prozent der Staatseinnahmen aus.
"Es sieht so aus, als ob die US-Wette darauf lautet, dass die Wirtschaft das Regime entweder zurück in Verhandlungen über ein Atomabkommen drängt oder intern Proteste auslöst", sagte Falakshahi.
Die Seeblockade der USA hat den Iran laut US-Zentralkommando (CENTCOM) bereits geschätzte 25 Milliarden Dollar an Öleinnahmen gekostet. Zusätzlich wurden 350 Millionen Dollar an iranischen Kryptowährungen eingefroren.
Auch die vom Iran unterstützten Gruppen wie Hisbollah und Hamas leiden unter dem Druck: Sie leiten mittlerweile Geld an die iranischen Revolutionsgarden um, da Teheran mit immer größeren wirtschaftlichen Problemen kämpft.